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- Zwischen Fakten und Fiktion: Was Trumps Rede in DAVOS 2026 bedeutet
Bildquelle: KI Donald Trumps Rede in Davos 2026 präsentierte sich als Mischung aus ökonomischer Selbstinszenierung, geopolitischer Zuspitzung und strategischer Machtdemonstration, die sowohl politische Spitzenvertreter als auch internationale Expertinnen und Experten zu unmittelbarer Kritik veranlasste. Trump eröffnete mit einem markigen Bekenntnis zur wirtschaftlichen Stärke der USA und erklärte: „Wir sind das heißeste Land der Welt.“ Gleichzeitig verband er diesen Anspruchmit einem globalen Führungsnarrativ, indem er betonte: „Wenn es den USA gut geht, geht es euch gut. Wenn wir fallen, fallt ihr mit uns.“ Damit stellte er die US‑Wirtschaft als globalen Stabilitätsanker dar und deutete an, dass Wohlstand anderer Staaten letztlich von amerikanischem Erfolg abhänge. Doch während Trump dieses Bild eines nahezu unaufhaltsamen Wirtschaftsbooms zeichnete, reagierten die Märkte empfindlich: Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq rutschten spürbar ab – ein klarer Indikator dafür, dass Investoren seine Zolldrohungen und geopolitischen Spannungen eher als Risiko denn als Stärke bewerteten. Parallel dazu warnte der frühere Bank-of-England‑Chef und kanadische Premierminister Mark Carney vor einem strukturellen Wandel der Weltordnungund sprach von einem „Bruch, nicht einem Übergang“ , ausgelöst durch die zunehmende Nutzung wirtschaftlicher Integration als geopolitisches Druckmittel. Besonders scharf griff Trump Europa an, dem er unterstellte, sich in die falsche Richtung zu entwickeln. Mit dem Satz „Ich liebe Europa … aber es ist nicht auf dem richtigen Weg“ kritisierte er europäische Energie‑, Wirtschafts‑ und Migrationspolitik und stellte große Teile des Kontinents als angeschlagen oder gar dysfunktional dar. Die Antwort europäischer Spitzen ließ nicht lange auf sich warten: EU‑Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen warnte eindringlich vor einer „gefährlichen Abwärtsspirale“ , die durch Trumps Zolldrohungen und geopolitische Eskalationen ausgelöst werden könnte. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wählte noch deutlichere Worte und stellte fest, Europa werde „nicht vor Rabauken einknicken“ – ein unmissverständlicher Hinweis darauf, dass die EU auf Druck nicht mit Nachgiebigkeit reagieren werde. Diese Positionen zeigen, dass die europäischen Staaten Trumps Diagnose nicht nur zurückweisen, sondern seine Rhetorik selbst als destabilisierenden Faktor betrachten. Den markantesten Teil der Rede bildete jedoch Trumps erneute Forderung nach Kontrolle über Grönland. Mit dem Satz „Kein Land oder keine Gruppe von Ländern ist in der Position, Grönland zu sichern – außer den Vereinigten Staaten“ präsentierte er einen geopolitischen Führungsanspruch, der weit über wirtschaftliche Interessen hinausgeht. Zudem verlangte er „sofortige Verhandlungen“ über eine mögliche Übernahme und flankierte seine Forderungen mit massiven Zolldrohungen gegen acht europäische Staaten, sollten diese dem nicht zustimmen. Die Kritik ließ nicht auf sich warten: Finnlands Präsident Alexander Stubb warnte, solche Zölle würden „die transatlantische Beziehung unterminieren“, während Norwegens Verteidigungsminister Tore Sandvik die eigentliche Bedrohung nicht innerhalb der NATO, sondern in der russischen Militarisierung der Arktis sieht. Für viele Expertinnen und Experten stellt Trumps Vorgehen daher eine sicherheitspolitische Eskalation dar, die nicht nur das Bündnis schwächt, sondern den geopolitischen Einflussraum der USA auf problematische Weise ausweitet. Sein Machtanspruch spitzte sich in der Formel zu: „Wir sind eine Großmacht, viel größer, als die meisten Menschen überhaupt ahnen“ Auch in Bezug auf die NATO kritisierte Trump erneut die Bündnistreue europäischer Partner und erklärte: „Das Problem mit der NATO ist … ich bin nicht sicher, dass sie für uns da ist.“ Damit stellte er die wichtigste westliche Sicherheitsarchitektur öffentlich infrage. Die Reaktionen europäischer Regierungsvertreter zeigten deutliche Sorge vor einer politisch instrumentalisierten Schwächung des Bündnisses, besonders angesichts wachsender Spannungen im arktischen Raum. Die Botschaft war klar: Während Trump behauptet, defensiv die Last der Allianz zu tragen, sehen seine Partner die Stabilität der NATO durch seine Rhetorik selbst gefährdet. Hinzu kamen mehrere sachlich falsche Aussagen, die seine Glaubwürdigkeit weiter untergruben. Fakten‑Checker belegten, dass seine Darstellung der chinesischen Energiewirtschaft nicht der Realität entsprach – China verfügt über 44 % der weltweiten Windkraftkapazität. Zudem wiederholte er die längst widerlegte Behauptung einer manipulierten US‑Wahl 2020, was Demokratieforscher klar als Risiko für die institutionelle Stabilität der Vereinigten Staaten einordnen. Medien kommentierten dies knapp: Trump habe „mehrere falsche Behauptungen“ aufgestellt. Seine rhetorische Überhöhung gipfelte schließlich in der Aussage: „Wenn die Vereinigten Staaten hochgehen, folgt ihr.“ , mit der er erneut die Abhängigkeit anderer Staaten von amerikanischer Stärke beschwor. Insgesamt zeigt die Analyse, dass Trump in Davos eine Rede hielt, die von acht prägnanten Aussagen dominiert wurde – von „Wir sind das heißeste Land der Welt“ bis zu „Wir sind eine Großmacht, viel größer, als die meisten Menschen überhaupt ahnen.“ Seine Botschaften zielten klar auf eine Stärkung seiner geopolitischen Führungsrolle ab, doch die internationale Reaktion fiel überwiegend kritisch aus. Marktreaktionen, sicherheitspolitische Warnungen und diplomatische Gegenpositionen verdeutlichen, dass viele Akteure Trumps Aggressionsrhetorik nicht als Stärke, sondern als Risiko für wirtschaftliche Stabilität, transatlantische Partnerschaften und die globale Sicherheitsordnung begreifen. Quellen: ZDF, SRF, t‑online, Merkur & deutsche Medien ZDFheute – Trumps Rede in Davos https:// www.zdfheute.de/politik/ausland/donald-trump-rede-davos-wirtschaft-100.html SRF – „Ich liebe Europa…“ (WEF‑Liveticker) https://www.srf.ch/news/schweiz/wef-2026-in-davos-trump-live-ich-liebe-europa-und-will-dass-es-europa-gut-geht t‑online – Live aus Davos https:// www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_101093184/live-aus-davos-donald-trump-spricht-beim-weltwirtschaftsforum.html Merkur – Trumps Grönland‑Agenda & NATO‑Aussagen https:// www.merkur.de/politik/trump-in-davos-us-praesident-erklaert-live-seinen-groenland-plan-kommt-es-zum-eklat-zr-94132980.html Internationale Presse / englischsprachige Quellen NBC News – Liveblog zu Trumps Rede & NATO‑Konflikt https:// www.nbcnews.com/politics/trump-administration/live-blog/live-updates-trump-davos-greenland-europe-canada-air-force-one-rcna254575 USA Today – Trump mit Fokus auf Grönland https:// www.usatoday.com/story/news/world/2026/01/21/trump-greenland-tariffs-davos/88279494007/ Sky News – Analyse zu Zöllen & Grönland https:// news.sky.com/story/trump-latest-us-president-to-give-speech-in-davos-after-saying-world-will-find-out-how-far-hell-go-on-greenland-13489831 CBS News – Trump vs. NATO & Grönland https:// www.cbsnews.com/live-updates/trump-greenland-davos-2026-world-economic-forum/ Bloomberg – Davos Live‑Ticker https:// www.bloomberg.com/news/live-blog/2026-01-21/davos-live-updates-trump-speech-world-economic-forum-wef-2026-jan-21 Indische Medienberichte (häufig sehr detailliert) Indian Express – Live Updates & Grönland‑Konflikt https:// indianexpress.com/article/world/davos-2026-live-updates-donald-trump-world-economic-forum-india-10485598-10485978/ Indian Express – Inhaltliche Rede‑Highlights https:// indianexpress.com/article/world/key-highlights-of-donald-trumps-speech-at-world-economic-forum-10487349/ LiveMint – Trumps Zolldrohungen & Live‑Bericht https:// www.livemint.com/news/us-news/trump-davos-visit-2026-live-updates-donald-trump-speech-today-greenland-canada-tariff-largest-us-delegation-latest-news-11769001481221.html Hindustan Times – Faktenchecks Hindustan Times – Fact‑Check zu Trumps Aussagen https://www.hindustantimes.com/world-news/us-news/fact-checking-trump-davos-2026-speech-why-potus-went-on-about-iceland-wind-farms-and-china-amid-greenland-chaos-101769005832506.html World Economic Forum – Offizielle Programmpunkte WEF – Offizielle WEF‑Sitzung „Special Address by Donald J. Trump“ https://www.weforum.org/meetings/world-economic-forum-annual-meeting-2026/sessions/special-address-by-donald-j-trump-president-of-the-united-states-of-america-49a709be7a/ Blogbeitrag erstellt im Dialog mit künstlicher Intelligenz
- Außergewöhnliche Fondsstrategien
Wer heute in Fonds investiert, stößt schnell auf die üblichen Verdächtigen: große Indizes, breit gestreute Mischfonds und bekannte Branchen. Doch jenseits dieser ausgetretenen Pfade existiert eine Welt voller innovativer Strategien, die oft überdurchschnittliche Renditen bieten – und dabei erstaunlich wenig Beachtung finden. Genau hier liegt das Potenzial für Anleger, die bereit sind, tiefer zu blicken. Warum Nischenfonds so spannend sind Die Wissenschaft zeigt klar: Fonds, die sich auf spezialisierte Märkte konzentrieren, erzielen häufig eine höhere Wertentwicklung als breit gestreute Produkte. Der Grund ist einfach: Weniger Wettbewerb, mehr Expertise und die Möglichkeit, in Märkte zu investieren, die andere übersehen. Studien belegen, dass Manager mit tiefem Fachwissen in kleinen Segmenten oft ein echtes Alpha generieren – also eine Rendite, die über dem Marktdurchschnitt liegt. Welche Themen bieten versteckte Chancen? Besonders interessant sind Fonds, die sich auf Zukunftstechnologien konzentrieren, aber nicht auf die bekannten Big Player setzen. Stattdessen investieren sie in Unternehmen, die in Bereichen wie Quantencomputing, Wasserstofftechnologie oder nachhaltige Materialien tätig sind. Diese Märkte sind noch jung, aber ihre Wachstumsdynamik ist enorm. Wer hier früh investiert, kann langfristig profitieren. Ein weiteres Feld sind regionale Nischenmärkte . Während die meisten Anleger auf die USA, Europa oder China fokussieren, gibt es spannende Entwicklungen in Ländern wie Vietnam, Indonesien oder afrikanischen Wachstumsregionen. Fonds, die sich auf diese Märkte spezialisieren, nutzen die Vorteile einer jungen, dynamischen Wirtschaft und einer wachsenden Mittelschicht. Auch Sonderstrategien wie marktneutrale Ansätze oder Fonds mit integrierten Absicherungsmechanismen sind Geheimtipps. Sie bieten Stabilität in volatilen Zeiten und nutzen komplexe Instrumente wie Optionen oder Arbitrage, um unabhängig von der allgemeinen Marktentwicklung Rendite zu erzielen. Was macht diese Strategien so besonders? Das Besondere an diesen Fonds ist ihre Fähigkeit, sich vom Mainstream zu lösen. Sie sind nicht einfach „noch ein Aktienfonds“, sondern setzen auf klare Differenzierung. Wissenschaftliche Analysen zeigen, dass Fonds mit hohem Active-Share – also einer deutlichen Abweichung vom Index – langfristig besser performen als solche, die sich eng an Benchmarks orientieren. Hinzu kommt die Kostendisziplin: Je effizienter die Gebührenstruktur, desto größer die Chance auf nachhaltige Outperformance. Wie erkennt man echte Geheimtipps? Es gibt keine einfache Formel, aber drei Faktoren sind entscheidend: Transparenz, Strategie und Expertise. Fonds, die ihre Ansätze klar kommunizieren, innovative Methoden nutzen und von erfahrenen Teams gemanagt werden, sind oft die verborgenen Champions. Wer sich die Mühe macht, diese Kriterien zu prüfen, findet Chancen, die weit über das hinausgehen, was Standardprodukte bieten. Fazit: Mut zur Abweichung lohnt sich Die Welt der Fonds ist größer als die bekannten Indizes. Wer bereit ist, sich mit Nischenstrategien zu beschäftigen, entdeckt nicht nur neue Märkte, sondern auch innovative Konzepte, die langfristig echten Mehrwert schaffen. Es geht nicht um Spekulation, sondern um kluge Diversifikation – und um den Mut, dort zu investieren, wo andere noch nicht hinschauen.
- Investieren mit Fernweh: So holst du dir Asiens Wachstum ins Depot
Makroökonomischer Ausblick für Asien (2026–2030) KI-generiert Die Wirtschaft in Asien wird sich zwischen 2026 und 2030 stabil entwickeln. Laut der Asiatischen Entwicklungsbank liegt das Wachstum in den entwicklungsorientierten Ländern bei über fünf Prozent im Jahr 2025 und etwa 4,5 Prozent im Jahr 2026. Diese soliden Wachstumsraten sind ein gutes Zeichen für Fondsinvestments, denn steigendes Bruttoinlandsprodukt bedeutet in der Regel höhere Unternehmensgewinne und damit bessere Chancen an den Aktienmärkten. Auch internationale Analysten wie RBC Wealth Management und Invesco sehen positive Signale: Ein schwächerer US-Dollar, Zinssenkungen in den USA und eine Entspannung im Handel zwischen China und Japan schaffen ein günstiges Umfeld für Investoren. Der Fondsmarkt in Asien-Pazifik wächst ebenfalls kräftig. Laut Mordor Intelligence lag das Volumen verwalteter Fonds im Jahr 2025 bei rund 58 Billionen US-Dollar und soll bis 2030 auf über 73 Billionen steigen. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von knapp fünf Prozent. Gründe dafür sind steigende Einkommen, digitale Plattformen wie Robo-Advisors und Online-Broker sowie neue Regeln für nachhaltige Finanzprodukte und steuerliche Vorteile für die Altersvorsorge. Auch der ETF-Markt legt zu: Von 1,7 Billionen US-Dollar im Jahr 2025 auf voraussichtlich 2,36 Billionen im Jahr 2030 – ein Plus von fast sieben Prozent pro Jahr. Hier treiben vor allem die wachsende Nachfrage nach mobilen Investment-Apps, Festzins-ETFs zur Risikostreuung und innovative Themen-ETFs wie ESG oder Technologie den Markt an. Besonders spannend sind die Sektoren Technologie und Künstliche Intelligenz. Investitionen in Halbleiter und KI gelten als Wachstumsmotor für die Region. Länder wie Taiwan, Südkorea und China profitieren vom globalen Trend zur Digitalisierung. Schroders erwartet für den Halbleitermarkt bis 2030 ein jährliches Wachstum von fast neun Prozent. China setzt zusätzlich auf mehr Konsum und technologische Unabhängigkeit, Japan verfolgt mit „Sanaenomics“ eine Strategie gegen Deflation und für mehr Wachstum, und Indien punktet mit Steuerreformen und einer wachsenden Nachfrage nach Konsumgütern und Rohstoffen. Auch nachhaltige Investments gewinnen an Bedeutung. Immer mehr Länder in Asien führen Regeln ein, die Transparenz und umweltfreundliche Finanzierungen fördern. ESG-Fonds, die ökologische und soziale Kriterien berücksichtigen, werden für Anleger zunehmend interessant. Natürlich gibt es Chancen und Risiken. Auf der positiven Seite stehen die konjunkturelle Erholung, das langfristige Wachstum in Technologie und Infrastruktur sowie Innovationen im ETF-Bereich. Risiken ergeben sich aus geopolitischen Spannungen, Währungsrisiken und möglichen Überbewertungen im KI-Sektor. Für Anleger empfiehlt sich ein breit gestreutes Portfolio. Dazu gehören Aktienfonds mit Fokus auf Technologie, Konsum und Gesundheit, Festzins-ETFs als Stabilitätsanker, thematische Investments in KI und erneuerbare Energien sowie ESG-Fonds mit lokaler Expertise. Fazit Asien bleibt bis 2030 eine dynamische Region mit soliden Wachstumsraten und steigenden Fondsvolumina. Technologie und Nachhaltigkeit sind die zentralen Themen, doch eine kluge Risikostreuung bleibt entscheidend für langfristigen Erfolg. Wissenschaftliche Quellen (Kurzform) ADB, ADB Outlook 2025–2026 [ adb.org ] IMF Regional Economic Outlook, April 2025 [ imf.org ] Mordor Intelligence: Asien-Pazifik Fondsmarkt 2025–2030 [mordorinte... igence.com ] , [ invesco.com ] Mordor Intelligence: Asia-Pacific ETF-Markt 2025–2030 [mordorinte... igence.com ] Invesco & RBC Wealth: Ausblick 2026 Asien-Equities [ invesco.com ] , [mordorinte... igence.com ] Schroders & Fidelity: KI- und Technologie-Chancen [ schroders.com ] , [ fidelity.com.au ] Titan Square Mile/Future PA: ESG-Fonds in Asien [future.por... dviser.com ]
- Venezuela und die USA: Was bedeutet die neue Lage für Öl und Wirtschaft?
KI-generiert Die USA haben Anfang 2026 in Venezuela eingegriffen – kein klassischer Krieg, aber ein Wendepunkt für das Land mit den größten Ölreserven der Welt. Was bedeutet das für die Wirtschaft, die Ölqualität und die Zukunft Venezuelas? Hier die wichtigsten Fakten einfach erklärt. Warum ist Venezuela so wichtig? Venezuela besitzt die größten bekannten Ölreserven weltweit. Doch diese Rohstoffe sind nicht leicht zu nutzen: Das Öl ist schwer, schwefelreich und teuer in der Verarbeitung . Jahrzehntelang war der Export nach Nordamerika die Lebensader der Wirtschaft – bis Sanktionen und politische Krisen alles veränderten. Was ist passiert? Anfang 2026 führten die USA eine militärische Aktion durch, um Präsident Nicolás Maduro festzunehmen. Offiziell sprechen die USA nicht von einer „Besetzung“, aber ihr Einfluss ist seitdem deutlich gestiegen. Viele hoffen nun auf Investitionen und neue Öl-Deals. Wie gut ist Venezuelas Öl? Die Qualität ist eine Herausforderung: Sehr schwer (API-Wert oft unter 15° – je niedriger, desto schwerer). Hoher Schwefelgehalt (4–6 %), was die Verarbeitung teuer macht. Enthält Metalle wie Vanadium und Nickel, die Raffinerien belasten. Kurz gesagt: Dieses Öl bringt weniger Benzin und Diesel pro Barrel und braucht spezielle Anlagen, um nutzbar zu sein. Was bedeutet das für die Wirtschaft? Kurzfristig: Mehr Exporte in die USA könnten Devisen bringen. Mittelfristig: Venezuela braucht Milliarden für neue Technik und Raffinerien. Langfristig: Die Welt setzt auf erneuerbare Energien – schweres Öl wird immer unattraktiver. Selbst mit US-Hilfe bleibt die Verarbeitung teuer und kompliziert. Die Zukunft: Hoffnung oder Risiko? Die US-Aktion könnte ein Neustart sein, aber die Realität bleibt: Schweres Öl ist teuer, klimaschädlich und braucht große Investitionen. Ohne stabile Politik und moderne Technik droht Venezuela trotz seiner riesigen Reserven wirtschaftlich zurückzufallen. Quellen: Wissenschaftliche Quellen: Huang et al., Heavy Oil in Orinoco Belt (Springer) Ivanov, Geological and Production Aspects (DOAJ, 2024) Oil & Gas Journal, Rohöl-Assays (Merey, Leona) Analysen & Berichte: IMF & World Bank Reports zu Venezuela Baker Institute, geopolitische und Kostenanalysen Nachrichten: Reuters, BBC, Al Jazeera – US-Operation und politische Lage
- ⛳️🏌️♂️ Ein Fest der REKORDE!! 🏌️♀️
„Willkommen auf dem heiligen Rasen der Präzision, dem Epizentrum gepflegter Exzentrik – der KMS Charity Golf Trophy 2025!“ Hier, wo der Rasen grüner ist als der Neid des Nachbarn und der Abschlag eleganter als ein Opernbesuch im Frack, begegnen sich Leidenschaft und Leichtigkeit in einem Tanz aus Birdies, Bogeys und gelegentlichen unverständlichen Flüchen. Ob nun ein erfahrener Golf-Connaisseur oder ein ambitionierter Ballverfolger mit Hang zur Selbstüberschätzung – bei uns wurde jeder Schwung zur Symphonie, jeder Putt zur philosophischen Fragestellung. Also schnürten sie ihre Schuhe, polierten ihre Driver und ließen uns gemeinsam in ein Spiel eintauchen, das mehr Etikette verlangt als ein britischer Tee-Empfang beim König persönlich.🏌️♂️🍸 Das Charity Golfturnier 2025 unserer Klauß Merk Schleier & Kollegen GmbH – ein gesellschaftliches Ereignis, das nicht nur sportlich, sondern auch menschlich Maßstäbe setzte. Dank der fulminanten Beteiligung, einem Hole-In-One einer Teilnehmerin und der beinahe olympischen Herzenswärme unserer Gäste durften wir dem Kinder Palliativ Care-Team Stuttgart (KiPaCT) nun eine neue Rekord-Spende in Höhe von 7.000 € überreichen – ein Betrag, der nicht nur Zahlen, sondern Hoffnung verkörpert. 🙏✨ Ein ehrerbietiger Dank gilt allen Mitspieler:innen, Unterstützer:innen und helfenden Händen – ihr habt bewiesen, dass wahre Größe nicht im Handicap liegt, sondern im Herzen.💪 👉 Teilt diesen Beitrag , verbreitet die frohe Kunde, lasst die digitale Welt wissen: Hier wurde nicht nur Golf gespielt, sondern Geschichte geschrieben – mit einem Driver der Mitmenschlichkeit und einem Putter der Hoffnung. ❤️ Lasst uns weiterhin gemeinsam Gutes tun. Für jene, deren Lebensweg besondere Begleitung verdient. See you next year...
- 5 FRAGEN NACH DEM GOLF CHARITY
Andreas, Hand aufs Herz: War das Hole-in-One der Teilnehmerin geplant oder doch eher ein kosmischer Zufall, ausgelöst durch die perfekte Windrichtung und eine Power-Banane zur rechten Zeit? Ich glaube, bei uns „Amateuren“ ist ein solcher Schlag die Kombination aus Vielem: Können, Glück und natürlich den optimalen Bedingungen. Wobei mir die glückliche Schützin versicherte, es wäre bereits der 3. Treffer in ihrem Leben… Ich kann bislang nur mit einem Hole-in-one aufwarten, und das auf einem Kurzplatz (grinst…) Wie viele Golfbälle mussten am Turniertag geopfert werden und fanden den Weg aufs Green definitiv nicht mehr zurück? Ich denke, es werden schon ein paar Bälle „in der Heide gelandet sein“. Nicht umsonst ist die Nachfrage nach Golfbällen als Giveaways so hoch. Gab es einen Moment, bei dem du dachtest: „SpielerIn X lad ich auf gar keinen Fall mehr ein!“? Ja, den gab es in der Tat. Ich wollte mich nach meinem eigenen ersten Abschlag direkt selbst auswechseln … (lacht…) Ansonsten gab es keine Klagen, nur positives Feedback. Welcher Fauxpas hat es verdient, in die Hall of Fame der Golfturnier-Pannen aufgenommen zu werden? Den größten Fauxpas hatte sicherlich mein Kollege, Mark. Nach meinem heroischen ersten zu kurzen Abschlag hob er meinen Golfball vor versammelter Mannschaft auf und wollte mich wieder zum Abschlag zurückschicken... Ich werde bis zum nächsten Jahr auf jeden Fall dafür sorgen, dass er regelkundiger wird … --> der heroische Abschlag... Wenn dieses Charity-Turnier ab sofort deine einzige Aufgabe wäre – wie würde es dann nächstes Jahr aussehen? Spannende Frage. Bislang war die Organisation immer ein toller Ausgleich zu meinem eigentlichen Job – den ich auch sehr liebe! Ich denke, das Turnier wäre nicht wirklich anders. - Eventuell würde ich eine Turnierreihe daraus machen... Danke Andy
- Unaufhaltsam - Teilnehmer- und Spendenrekord geknackt!!!
Am 18.07.2025 fand nun schon die 7. KMS Charity Golftrophy statt. Bei bestem Golfwetter und insgesamt 45 Teilnehmern wurden für den guten Zweck wieder die Golfschläger geschwungen. Dieses Jahr waren einige Leistungen besonders, u. a. ein „Hole-in-one“ einer Teilnehmerin an Loch 3. Anstatt alle auf ein Gläschen Sekt einzuladen – wie sonst üblich unter Golfern - spendete die „Scharfschützin“ weitere 250 Euro für das Kinder Palliativ Care-Team. Ein rundum gelungener Tag mit vielen tollen Gesprächen, alten Freunden, neuen Bekanntschaften und einer tollen Abendveranstaltung im Golfrestaurant Bella Swing endete erst in tiefster Nacht. Allen Helfern und Teilnehmern ein herzliches Dankeschön! Next year – same place!
- What comes up, must come down...
Ein lesenswerter Beitrag von APUS Capital Quelle: 123RF Jeder von uns kennt den Hinweis bei Medikamenten: „Beachten Sie die Risiken und Nebenwirkungen und fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt oder Apotheker“. Nahezu jedes Medikament kann neben seinen guten Eigenschaften zur Behandlung bestimmter Krankheiten auch unerwünschte Nebenwirkungen oder in Kombination mit anderen Medikamenten nicht gewünschte Wechselwirkungen auslösen. Daher sollten Ärzte bei der Verschreibung von Arzneimitteln auch immer die gesamte Krankengeschichte und die Konstitution ihres Patienten vor Augen haben. Die aktuelle Einführung einer digitalen Patientenakte ist daher trotz aller datenrechtlichen Bedenken und Fehlern in der Umsetzung ein Schritt in die richtige Richtung. Eigentlich müssten Politiker bei ihren Entscheidungen, insbesondere wenn sie die Wirtschaft betreffen, eine ähnliche Sorgfalt wie ein Arzt bei der Medikation an den Tag legen. Auch hier ist ein ganzheitliches Denken oder die Sicht auf „Kausalketten“ – wie man es in jedem wirtschaftswissenschaftlichen Studium lernt – besonders wichtig. Mit anderen Worten, Politiker sollten sich die Frage stellen: Welche nachgelagerten Auswirkungen auf andere Ziele und Bereiche hat eine politische Entscheidung und sind die damit entstehenden ungewollten Nebenwirkungen akzeptabel? Leider hat man häufig den Eindruck, dass diese Weitsicht nicht gegeben ist, sondern Entscheidungen nur mit Blick auf die Lösung eines Problems getroffen werden – ohne mögliche Folgewirkungen in Betracht zu ziehen. Dieser Eindruck drängt sich insbesondere beim wirtschaftspolitischen Kurs von Donald Trump auf. Er verfolgt primär das Ziel, die amerikanische Wirtschaft und hier insbesondere die industrielle Fertigung zu stärken. Daher soll ausländischer Wettbewerb in den USA durch hohe Importzölle zurückgedrängt und die eigene Exportwirtschaft durch einen möglichst schwachen US-Dollar gefördert werden. Das klingt auf den ersten Blick plausibel. Aber hierbei dürften die ungewollten Nebenwirkungen den möglichen Nutzen übersteigen. Zum einen belasten die angekündigten hohen Importzölle im erheblichen Umfang die amerikanische Industrie wie auch direkt den amerikanischen Verbraucher. Für die meisten US-Unternehmen, die über Jahrzehnte ihre internationalen Lieferketten aufgebaut haben, gibt es kurzfristig keine oder nur erheblich teurere inländische Bezugsalternativen. Dies führt zu erheblichen Mehrkosten. So erwartet zum Beispiel General Motors aufgrund der amerikanischen Zollpolitik zusätzliche Kosten von 5 Mrd. USD pro Jahr. Da auch die importierten Endprodukte wie Maschinen aus Europa oder Konsumgüter aus China aufgrund der Zölle deutlich teurer werden, wird die Trumpsche Politik zu einer merklichen Inflationsbeschleunigung führen. Der politisch ebenfalls gewollte schwache US-Dollar verstärkt wie auch steigende Lohnkosten durch die Abschiebung günstiger Arbeitskräfte den Inflationsdruck noch. Wie stark der Preisanstieg am Ende ausfallen dürfte, ist aktuell schwer zu prognostizieren, zumal sich die Aussagen zu den Zollplänen von Tag zu Tag ändern. Pessimistische Studien gehen aber von mehreren Prozentpunkten höherer Geldentwertung aus. Befürchtungen, dass der durch die Zollpolitik entstehende Kaufkraftverlust der Amerikaner und die inflationsbedingt höheren Zinsen die US-Wirtschaft in eine Rezession beziehungsweise in eine Stagflation (Rezession mit hoher Inflation) führen könnte, erscheinen damit nicht unbegründet. Donald Trump versucht den inflationären Tendenzen unter anderem durch sinkende Energiekosten, insbesondere einem niedrigeren Ölpreis, entgegenzuwirken, zumal er damit politische Ziele gegen stark vom Ölexport abhängige Länder wie Russland und den Iran durchsetzen möchte. Er erleichtert daher die Genehmigungsverfahren zur Öl- und Gasförderung und hebt dafür auch Schutzgebiete auf. Allerdings gefährdet er als „Nebenwirkung“ damit die eigene Ölindustrie, da viele Produzenten bei Preisen unter 60 USD pro Barrel längerfristig nicht profitabel arbeiten können. Selbst wenn es gelingt, den auf dem Warenaustausch basierenden Teil der US-Handelsbilanz durch die Zollpolitik mittelfristig zu verbessern, so könnte der positive Effekt durch eine negative Entwicklung in der bisher deutlich positiven Dienstleistungsbilanz mehr als konterkariert werden. Der dort im Jahr 2023 vor allem durch Tourismus erzielte Überschuss von 260 Mrd. USD könnte durch einen sich abzeichnenden zweistelligen Einbruch bei den Buchungszahlen aus Kanada, Westeuropa, Australien und China um 60 bis 120 Mrd. USD zurückgehen, was den US-Dollar zusätzlich schwächen dürfte. Quelle: US International Trade Administration | International Visitors Arrivals Programs – ADIS I-94 Noch bedeutender sind jedoch die Auswirkungen der Trumpschen Politik auf die Finanzmärkte. Da dies für uns als Aktieninvestoren von besonderer Bedeutung ist, wollen wir uns im Folgenden etwas genauer mit diesem Effekt befassen. Die USA verzeichneten seit vielen Jahren massive Zuflüsse an ausländischen Geldern in ihre Renten- und Aktienmärkte. Die US-Aktienmärkte verbuchten (ausgenommen 2022) seit 2015 jährlich Nettozuflüsse von 50-900 Mrd. USD. Die wichtigsten Treiber hierfür waren ein hohes Wirtschaftswachstum in den USA, ein Boom der US-Technologiewerte und vergleichsweise niedrige Zinsen. Zudem wurde die USA in einer zunehmend unsicheren Welt als geopolitisch sicherer „Hafen“ gesehen. Nicht nur durch Neuinvestments, sondern auch aufgrund der deutlich stärkeren Kursentwicklung an den US-Aktienmärkten hat sich der Anteil von US-Aktien an europäischen Portfolios seit 2011 von 12% auf 35% nahezu verdreifacht. Eine ähnliche Entwicklung gab es in anderen Wirtschaftsräumen wie z. B. Japan. Der Wert der von Ausländern gehaltenen US-Aktien ist damit seit 2011 auf 15 Billionen USD gewachsen. Ausländer dürften aktuell gut 25% des US-Aktienmarktes halten. Quelle: Deutsche Bank Der Trend, dass der US-Anteil an den Aktien-, aber auch den Rentendepots von weltweiten Investoren kontinuierlich anwächst, könnte durch die Politik der neuen US-Regierung eine nachhaltige Umkehr erfahren. Wie schon oben dargestellt, hat es bereits im ersten Quartal 2025 mit 130 Mrd. USD massive Abflüsse aus dem US-Aktienmarkt gegeben, die in anderen Marktsegmenten, insbesondere auch den europäischen Aktienmärkten reinvestiert wurden. So sollen 30-50% der neu in ETFs angelegten Gelder in europäische Aktien geflossen sein. Was hat diese massive Umschichtung im Einzelnen ausgelöst? Zum einen leidet der US-Markt unter den durch die Zoll- und Währungspolitik der US-Regierung ausgelösten Rezessions- und Zinsängsten. Die Märkte preisen für die USA wie oben dargestellt eine deutliche Wachstumsabschwächung sowie eine merklich höhere Inflation ein. Die vorher vorhandene Hoffnung auf weitere Zinssenkungen haben sich weitgehend verflüchtigt. Dies alles belastet insbesondere den für die US-Märkte besonders wichtigen Technologiesektor, zumal auch die KI-Euphorie ihren Höhepunkt überschritten hat. Die historisch hohe Bewertungsdifferenz des US-Marktes rückt in diesem Umfeld verstärkt in den Fokus. So weist der S&P 500 aktuell ein KGV von knapp 23 auf, während der langfristige Durchschnitt bei 19 liegt. Der STOXX 600 notiert hingegen bei rund 14. Der Bewertungsabschlag von 40% hat sich damit in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Nach den deutlichen Kursgewinnen der letzten Jahre nehmen Investoren nun mit Blick auf die politisch bedingten gestiegenen Risiken und wirtschaftliche Unsicherheit Gewinne am US-Markt mit und reinvestieren in andere Marktsegmente. Quelle: Stifel Research Europa dürfte dank der angekündigten Programme zur Ausweitung der Rüstungs- und Infrastrukturausgaben erstmals seit längerer Zeit ein stärkeres Wachstum als die USA aufweisen. Auch, da Länder wie China, Kanada oder Mexiko Alternativen zu US-Lieferanten suchen. Gleichzeitig sorgen die sinkenden Ölpreise und insbesondere der starke Euro für mehr Zinssenkungspotential in Europa als in den USA. Die zuletzt überraschend niedrigen Inflationszahlen unterstützen diese Einschätzung. Der tendenziell aufwertende Euro macht die europäischen Märkte zudem für internationale Investoren attraktiver und verstärktes Hedging der US-Anlagen durch ausländische Investoren könnte mit Blick auf die hohen Bestände zu weiteren massiven US-Dollar-Verkäufen und damit einer weiteren Stärkung des Euro führen. Auf der negativen Seite belastet dies zwar die exportorientierte europäische Industrie, eröffnet aber auf der anderen Seite attraktive Währungsgewinne für ausländische Anleger. Der Trend zu einem schwachen USD könnte auch aus einem anderen Grund bestehen bleiben. Die Position des US-Dollars als die Ankerwährung der Welt könnte durch einen Vertrauensverlust in die Stabilität der US-Wirtschaft und ihrer Finanzmärkte, Schaden erleiden. In einem solchen Umfeld rückt die in den letzten Jahren dramatisch gewachsene Schuldenlast der USA von 37 Billionen USD in den Fokus. Dies entspricht rund 125% des jährlichen Sozialprodukts. Deutschland hingegen weist nur einen Koeffizienten von 62% auf, war also nur halb so hoch verschuldet wie die USA. Die hohe Staatsverschuldung der USA wurde durch das chronisch hohe Haushaltsdefizit getrieben. So mussten 2023 28% der Staatsausgaben durch neue Schulden finanziert werden. Die Kreditfinanzierung war hierbei durch die Position des US-Dollar als Ankerwährung relativ einfach. Da man die USA nun weniger stabil als früher einordnet und auch die im Handelskrieg mit den USA befindlichen Staaten wie China bewusst ihre Bestände an US-Staatsanleihen reduzieren wollen, könnte die Schuldenfinanzierung in Zukunft mit höheren Zinszugeständnissen verbunden sein, was wieder negativ für die amerikanischen Aktienmärkte wäre. Befürchtungen, dass der US-Dollar im Zuge der Trump-Politik generell seinen Status als die weltweite Reservewährung verlieren wird, scheinen aber mit Blick auf die fehlenden Alternativen übertrieben. Rund 20% der weltweiten Devisenreserven werden bereits aktuell in Euro gehalten gegenüber rund 60% im US-Dollar. Hier findet aktuell sicher eine gewisse Umschichtung statt. Mit Blick auf den geringeren geopolitischen Stellenwert, die unterschiedliche wirtschaftliche Situation der einzelnen Staaten in der Eurozone (Schuldenprobleme in Südeuropa) und dem Fehlen einer einheitlichen Fiskalpolitik kann der Euro aber den US-Dollar als die „Weltwährung“ nur bedingt ersetzen. Andere Alternativen wie der chinesische Yuan oder Krypto- bzw. digitale Währungen sind aus verschiedenen Gründen noch wesentlich weniger hierfür geeignet. Der USD wird daher tendenziell an Bedeutung verlieren, aber mit größter Wahrscheinlichkeit die mit Abstand führende Ankerwährung der Welt bleiben. Diese Position wäre nur gefährdet, falls die Trump-Regierung versuchen sollte, den Vorschlag ihres Beraters Stephen Milan umzusetzen, der unter dem Namen „Mar-a-Lago-Accord“ bekannt geworden ist. Hierbei sollen die Gläubiger der US-Staatsanleihen gezwungen werden, ihre Forderungen in extrem langlaufende und sehr niedrig verzinsliche Wertpapiere umzuwandeln. Ein solcher Eingriff in die Märkte, der einer faktischen Enteignung der Gläubiger gleichkäme, könnte tatsächlich zu einer dramatischen Neueinschätzung des US-Dollars führen – mit unabsehbaren Folgen für das Weltfinanzsystem und die US-Wirtschaft. Die Zeiten des über die Kapitalbilanz bzw. über Kredite des Auslands finanzierten US-Wohlstands (mehr zu konsumieren als man selber produziert) wären damit beendet. Eine extreme „Nebenwirkung“, die Trump und seine Regierung sicher nicht so auf ihrer Rechnung gehabt haben. Quelle: Deutsche Bundesbank Donald Trump hat in kurzer Zeit mehr Turbulenzen und Verunsicherungen an den Kapitalmärkten ausgelöst als zahlreiche Präsidenten vor ihm und als er selber während seiner ersten Amtsperiode. Wenn auch eher als eine ungewollte „Nebenwirkung“ seiner auf wirtschaftliche Stärke der USA ausgerichteten Politik scheint dies zu einer anhaltenden Umkehr der Kapitalströme zu führen. Der Anteil der USA an den globalen Aktienmärkten, der in den vergangenen 15 Jahren von rund 40% auf 63% gestiegen ist (im MSCI World liegt er sogar bei 70%) könnte seinen Zenit überschritten haben. Quelle: Deutsche Bank Ähnlich wie in Japan nach dem Boom der 80er Jahre dürfte dieser Anteil in den kommenden Monaten und Jahren wieder merklich abnehmen und Investoren nach günstigeren und aussichtsreicheren Märkten suchen lassen. Wir stehen hierbei womöglich am Anfang einer großen Gegenbewegung, wenngleich die Korrektur aufgrund der unterschiedlichen Ausgangslage und Bedeutung beider Volkswirtschaften nicht so extrem wie im Fall von Japan (in zehn Jahren von 40% auf 10% des globalen Aktienmarktes) ausfallen dürfte. Aber: Dort wo die USA bereits „great“ waren, könnten sie durch Donald Trumps Politik spürbar an Bedeutung verlieren! Wir sind überzeugt, dass Europa – trotz all seiner eigenen Probleme – davon profitieren wird. Die Bewertungsunterschiede zwischen gut vergleichbaren US- und europäischen Unternehmen könnten sich hierbei merklich verringern. Während in der ersten Runde in den letzten Monaten dabei primär europäische Titel aus den Sektoren Verteidigung, Infrastruktur und Finanzen (Zinssenkungspotential) im Mittelpunkt standen, könnte sich die Aufholbewegung auch auf andere attraktiv bewertete und mit Wachstum verbundene Werte verbreitern. Hier sollten wir bei APUS Capital mit unserem Investmentansatz auf die europäischen „Gewinner des Wandels“ zu setzen, ideal positioniert sein. Mit besten Grüßen von den Mauerseglern aus Frankfurt! Jürgen Kaup, Stefan Meyer, Johannes Ries, Uwe Schupp, Dr. Roland Seibt und Heinz-Gerd Vinken
- 🌊 ORKANBÖEN 🌊 auf den Welthandelsmeeren
Quelle: mit KI generiert Die neuen US-Zölle: Auswirkungen auf Wirtschaft und Alltag Die kürzlich von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle von bis zu 49 Prozent auf Importe aus verschiedenen Ländern, darunter 20 Prozent auf Waren aus der EU, haben weltweit für Aufsehen gesorgt. Ziel dieser Maßnahmen ist es, das Handelsdefizit der USA zu reduzieren und die heimische Wirtschaft zu stärken. Doch die Folgen sind weitreichend und betreffen zahlreiche Lebensbereiche. Welche wirtschaftliche Auswirkungen zieht das nach sich? Besonders betroffen ist die Automobilindustrie, die einen erheblichen Anteil am Handel zwischen der EU und den USA ausmacht. Deutsche Hersteller wie Volkswagen und BMW stehen vor steigenden Kosten, die sich auf die Preise für Verbraucher auswirken könnten. Auch die Pharmaindustrie und andere Sektoren wie Halbleiterproduktion und Agrarwirtschaft könnten unter den neuen Zöllen leiden. Quelle: mit KI generiert Was passiert mit den globale Lieferketten? Die Zölle führen zu einer Unterbrechung der internationalen Lieferketten. Unternehmen müssen ihre Produktionsstandorte überdenken, was zu Verzögerungen und höheren Kosten führt. Dies könnte die Wettbewerbsfähigkeit vieler Branchen beeinträchtigen. Welche Auswirkungen hat das für deutsche Verbraucher? Die höheren Importkosten werden voraussichtlich zu Preissteigerungen bei Konsumgütern führen. Lebensmittel, Medikamente und Transportkosten könnten erheblich teurer werden. Besonders einkommensschwache Haushalte könnten unter dieser Entwicklung leiden. Quelle: mit KI generiert Wie sehen jetzt politische Reaktionen aus? Die EU hat bereits Gegenmaßnahmen angekündigt und betont die Notwendigkeit von Verhandlungen, um Handelshemmnisse abzubauen. Dennoch bleibt die Unsicherheit groß, und die Gefahr eines Handelskriegs wächst. Gab es ähnliche Zollerhebungen in der Vergangenheit? Smoot-Hawley-Zollgesetz (1930): Während der Weltwirtschaftskrise führten die USA drastische Zollerhöhungen ein, was zu Vergeltungsmaßnahmen anderer Länder und einer Verschärfung der globalen Rezession führte. Rheinzoll (Mittelalter): Zölle auf den Warenverkehr mittels Schifftransport auf dem Rhein, die bis ins 19. Jahrhundert erhoben wurden. Schutzzölle im 19. Jahrhundert: Viele Länder, darunter Deutschland und die USA, setzten Schutzzölle ein, um ihre Industrien vor ausländischer Konkurrenz zu schützen. EU-Zölle gegen China (2013): Die EU verhängte Strafzölle auf chinesische Solarmodule, um die heimische Industrie vor Dumpingpreisen zu schützen. Die neuen US-Zölle sind ein schwerer Schlag für die Weltwirtschaft und zeigen, wie eng Politik und Wirtschaft miteinander verwoben sind. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Maßnahmen langfristig auf globale Märkte und den Alltag der Menschen auswirken werden. Sources: https://www.ihk.de/schwerin/international/spezial-usa/aktuelles-us-handelspolitik-6488016 https://wikide.org/de/Tariff_history_of_the_United_States https://margex.com/de/blog/was-sind-zolle-und-wie-beeinflussen-sie-den-welthandel/ https://www.goldseiten.de/artikel/647352--Die-ueberraschende-Geschichte-der-Zoelle-und-ihre-Rolle-in-der-US-Wirtschaftspolitik.html https://de.euronews.com/business/2025/03/31/neue-zolle-von-trump-was-sind-die-folgen-fur-die-weltwirtschaft https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ausland/reaktionen-zoelle-trump-usa-handelsstreit-100.html https://zonos.com/de/docs/guides/2025-us-tariff-changes https://www.watson.ch/international/liveticker/999226551-usa-ticker-offenbar-gar-32-prozent-zoelle-auf-schweizer-produkte
- KMS CHARITY-GOLF-TROPHY - Vorhang auf für 11 schnelle Fragen...
Andreas, wie kam es zur Idee, ein Charity-Golfturnier zu organisieren? Gab es einen besonderen Anlass oder eine Inspiration? Eigentlich nicht. Das Ganze entstand eher aus einem glücklichen Zufall heraus. In unserem Job geht es in erster Linie darum, Gutes zu tun und Mehrwerte zu schaffen. Da war es nur logisch, dass wir das Ganze nicht nur auf die finanziellen Aspekte unserer Mandanten beschränken wollten. Außerdem liebe ich das Golfspielen, insofern war der Rahmen eines möglichen Events schnell gesteckt. Durch unsere umfangreichen Netzwerke ließen sich hier die größten Synergien erahnen. Hinzu kam, dass Thomas die Leiterin der Kinderpalliativstation im „Olgäle“ sehr gut kennt. Es gibt sehr viel Unterstützenswertes vor unserer Haustür und man muss den Blick nicht in die Ferne richten, um Gutes zu tun. Das ist die Geschichte dahinter. Wie hat sich das Charity-Golfturnier seit seiner Gründung entwickelt? Gibt es besondere Meilensteine oder unvergessliche Momente, die du mit uns teilen möchtest? Insgesamt organisieren wir dieses Jahr die fünfte Charity Golftrophy. Wir haben jedes Jahr steigende Teilnehmerzahlen und konnten ebenfalls jedes Jahr mehr Geld für die Kinderpalliativstation einsammeln. Insofern kann ich die Entwicklung des Turniers als absolut positiv beschreiben. Ein besonderer Meilenstein für mich war das letzte Turnier, denn es war das erste nach einer 3-jährigen Durststrecke durch die COVID-Pandemie. Welche Rolle spielt Golf in deinem Leben und wie verbindest du diese Leidenschaft mit deiner Arbeit in der Finanzdienstleistungsbranche? Golf ist neben meiner Familie ein wichtiger Ausgleich zu meiner Arbeit. Es hilft mir abzuschalten und die Energiereserven aufzutanken. Der Vorteil dieses Sports ist, dass ich ihn zu jeder Zeit und bei fast jedem Wetter ausüben kann. Das passt sehr gut zu meiner selbständigen Tätigkeit und meinem Familienleben. Wie reagieren deine Mandanten und Netzwerkpartner auf die Einladung zum Golfturnier? Gibt es besondere Rückmeldungen oder Geschichten, die dir im Gedächtnis geblieben sind? Ohne unsere Netzwerkpartner und Teilnehmer würde ein solches Event nicht realisierbar sein. Man muss – wie bei allem im Leben – hartnäckig bleiben. Aber so viel sei gesagt: Wer einmal teilgenommen hat, wird zum Wiederholungstäter… Wie wählst du die Projekte oder Organisationen aus, die von den Spenden profitieren? Warum fiel die Wahl auf das Kinderpalliativ Stuttgart? Wir sind in aller erster Linie ein regional verwurzeltes Unternehmen. Deshalb war es klar, dass wir regionale Organisationen unterstützen wollen. Man muss den Blick nicht in die Ferne richten, um Unterstützenswertes zu finden. Außerdem sind die meisten von uns Familienväter. Die Wahl fiel uns also nicht wirklich schwer. Welche Herausforderungen gibt es bei der Organisation eines solchen Events und wie gehst du damit um? Die größte Herausforderung ist es, genügend Sponsoren für uns zu gewinnen. Ist das Turnier erstmal etabliert, wird es deutlich einfacher. Auch einen Turniertermin zu erhalten ist nicht ganz einfach. Leider sind Wohltätigkeitsturniere nicht bei jedem Golfclub erwünscht. Aber es ist wie bei allem im Leben: „where focus goes, energy flows“ und charmante Hartnäckigkeit wird in der Regel doch belohnt. Gibt es besondere Highlights oder Überraschungen, die die Teilnehmer in diesem Jahr erwarten können? Dieses Jahr konnten wir endlich einen Turniertermin im Sommer bekommen. Das ist nicht so ganz einfach, da dort die meisten Turniere stattfinden. Insofern bin ich schon ein wenig stolz darauf, dass wir uns mit unserem KMS-Turnier einen so guten Ruf erarbeitet haben. Der Rest wird nicht verraten 😊 Wie hat sich die Teilnahme und das Engagement der Gäste über die Jahre verändert? Siehst du einen Trend oder eine besondere Entwicklung? Insgesamt konnten wir bei jeder Veranstaltung eine steigende Teilnehmerzahl verbuchen. Mittlerweile haben wir jedoch eine Größenordnung erreicht, bei der wir über eine maximale Teilnehmerzahl nachdenken. Klar ist, je mehr Teilnehmer wir haben, umso höher fällt eine potenzielle Spende an das KiPacT aus. Das ist für mich aktuell das Dilemma. Ich möchte den durchaus familiären Charakter des Turniers nicht durch eine „Massenveranstaltung“ aufs Spiel setzen. Welche Rolle spielt das Networking während des Golfturniers und wie profitieren die Teilnehmer davon? Das spielt meiner Meinung nach eine sehr große Rolle. Grundsätzlich versuche ich bei der Planung, homogene Flights (das sind 4er-Gruppen, die zusammen Loch für Loch spielen) aufzustellen. Wir möchten, dass sich jeder wohl fühlt und Spaß bei der Veranstaltung hat. Die Tatsache, dass wir mittlerweile nahezu 60-70% „Wiederholungstäter“ haben, macht mir die Planung deutlich einfacher. Ebenfalls konnten sich bei den Turnieren auch schon berufliche und geschäftliche Synergien entwickeln. Das freut mich natürlich sehr. Was sind deine langfristigen Ziele für das Charity-Golfturnier und wie siehst du die Zukunft dieses Events? Aktuell möchte ich hier bodenständig bleiben. Aber vielleicht lässt sich aus der Veranstaltung noch eine Turnierreihe auf mehreren Plätzen in Baden-Württemberg entwickeln. Aber das ist Zukunftsmusik und aktuell nicht mein Fokus. Wann und wo findet die nächste Veranstaltung statt und gibt es bereits Pläne oder Neuerungen, die du uns verraten kannst? Unser nächstes Turnier findet am 18. Juli 2025 auf dem Platz des GC Neckartal e.V. statt. Die groben Planungen stehen bereits und wir gehen im April in die finale Planung und Organisation. Aufgrund der Tatsache, dass wir nun einen Termin im Sommer erhalten haben, würde ich gerne als Abendveranstaltung nach dem Turnier ein Barbecue auf der großen Außenterrasse des Clubs veranstalten. Das wäre aktuell die einzige Veränderung zum letzten Jahr. DANKE ANDREAS!
- Deepseek – die Folgen und ein unerwarteter Gewinner
Quelle: 123RF Ein Beitrag von APUS Capital GmbH Nachzulesen unter: https://apuscapital.de/2025/02/19/deepseek-die-folgen-und-ein-unerwarteter-gewinner-4/ Das Börsenjahr ist noch jung. Als Anleger wurden wir aber psychologisch bereits durch zwei Ereignisse durchgeschüttelt. Das eine war der Launch von DeepSeek, dem über Nacht aufgegangenen vermeintlich neuen Stern am KI-Himmel. Hier hatte es den Anschein, als ob die bisherigen Annahmen über Aufwand und Methodik zur Erstellung eines KI-Modells wie auch die damit verbundenen Investitionsannahmen über den Haufen geworfen würden. Das Zweite war die schnelle und heftige Umsetzung der Schutzzollpolitik der neuen amerikanischen Regierung. Wobei nicht nur China als traditioneller Gegner im Handelsstreit, sondern auch Mexiko und Kanada ins Fadenkreuz der „America-First-Ideologie“ geraten sind. Große Bedenken über die Auswirkungen dieser Politik auf das globale Wirtschaftswachstum als auch die Gewinne der börsennotierten Unternehmen führten vorübergehend zu spürbaren Korrekturen an den Finanzmärkten. In beiden Fällen kann man sich fragen: Handelt es sich hierbei um „Schwarze Schwäne“? Also unerwartete Ereignisse, die das bisherige Weltbild an den Börsen über Nacht auf den Kopf stellen und die weitere Entwicklung an den Finanzmärkten entscheidend verändern können. Ereignisse wie das Platzen der „Dotcom-Blase“ um die Jahrtausendwende, die Finanzkrise 2008/2009 oder die Corona-Pandemie? Auch wir haben uns natürlich diese Fragen gestellt und sind dabei zu dem Ergebnis gekommen: Ja, die Welt wird nicht mehr so sein, wie wir sie noch zum Jahresende 2024 gesehen haben. Es wäre aber völlig verfehlt, nun in Panik zu verfallen. Von „schwarzen Schwänen“ kann unseres Erachtens nicht die Rede sein. Wie so oft sind die Dinge komplex und bei weitem nicht so eindeutig negativ, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Aus beiden Ereignissen könnten sich gerade für europäische Anleger auch neue Chancen ergeben. Dies scheinen die Akteure an den Aktienmärkten inzwischen auch so zu sehen. Die meisten Indizes weisen nach vorübergehend deutlichen Korrekturen nur moderate Abschläge auf oder notieren sogar höher als vor den beiden Meldungen. In diesem Anschreiben betrachten wir zunächst den „DeepSeek-Schock“ etwas genauer, bevor wir nächsten Monat ausführlicher auf das Thema Zölle eingehen möchten (so zumindest der Plan und sofern die Tagesaktualität dies zulässt). Mit DeepSeek hat ein erst 2023 gegründetes Unternehmen aus Hong-Kong angeblich für den in dieser Branche lächerlich kleinen Betrag von knapp 6 Millionen USD ein äußerst leistungsfähiges KI-Modell mit dem Namen R1 erstellt. Die dazu gehörende App schob sich im Apple-Shop in kürzester Zeit auf die erste Position der am meisten heruntergeladenen Apps. Der Hype war zeitweise so groß, dass es DeepSeek sogar in die Top News der großen Nachrichtensender und Zeitungen geschafft hat. Inzwischen hat sich die Aufregung etwas gelegt und die Innovation des chinesischen Unternehmens wird inzwischen differenzierter beurteilt. Ja, Deep Seek hat und wird die KI-Welt verändern. Es ist aber keineswegs die disruptive Technologierevolution, die alle bisherigen Annahmen und Markterwartungen zu künstlicher Intelligenz auf den Kopf stellt. So hat auch die anfängliche Begeisterung der App-Nutzer deutlich nachgelassen. Im Apple Store erreicht die App nur noch eine Bewertung von 3,5 Sternen, während ChatGPT und ähnliche Apps unverändert mit 4,5 oder 5 Sternen bewertet werden. Zudem dürfte das Programm trotz seiner Konstruktion als Open Source – das heißt der Quellcode der Software ist frei verfügbar, darf beliebig verändert werden und die Nutzung ist frei – aufgrund berechtigter sicherheitstechnischer Bedenken keinen großen Erfolg in der westlichen Welt haben. Dies gilt insbesondere für westliche Unternehmen und Behörden. In Australien, Italien, Südkorea wie auch Taiwan ist die Benutzung der Software inzwischen sogar verboten. In den USA ist ein entsprechender Gesetzentwurf in Vorbereitung. Ähnliche Schritte wird es mit großer Wahrscheinlichkeit auch in weiteren Ländern und vielen westlichen Unternehmen geben. Was sind bei genauerer Betrachtung die Hauptkritikpunkte an DeepSeek: Das Training von R1 dürfte mehr Hardware-Ressourcen verschlungen und deutlich mehr gekostet haben als man offiziell zugibt. Die von den Unternehmen genannten 6 Millionen USD beziehen sich nur auf den letzten Trainingsschritt und lassen alle vorher notwendigen Investitionen außer Acht. Die tatsächlichen Zahlen und auch die dabei eingesetzten Prozessoren hält DeepSeek aus gutem Grund - die US-Exportbeschränkungen für KI-Halbleiter - geheim. Nach Einschätzung von Experten dürften die Trainingskosten eher nur um die Hälfte oder um Zwei-Drittel niedriger gewesen sein als bei ChatGPT und nicht um das Hundertfache oder mehr, wie zeitweise spekuliert wurde. Trotz des Open Source-Ansatzes ist der Trainingsprozess nicht völlig transparent. So fehlen zum Beispiel Angaben über den genauen Trainingsverlauf und die spezifischen Datensätze, die zum Schulen des Modells verwendet wurden. Das ist so ähnlich, wie wenn man beim Kuchenbacken zwar die einzelnen Arbeitsschritte kennt, aber nicht weiß, welche Zutaten, in welcher Konsistenz und zu welchem Zeitpunkt hinzugefügt werden müssen. Vor diesem Hintergrund sind auch die Vorwürfe von OpenAI oder Google zu sehen, dass DeepSeek beim Trainieren auf sogenannte „Web-Scraping-Techniken“ zurückgegriffen hat. Also unberechtigterweise Ergebnisse von ChatGPT oder ähnlichen Modellen zum Trainieren benutzt hat. Die Antwortzeiten des Modells sind aufgrund der im Vergleich zu anderen Anbietern begrenzten Serverarchitektur deutlich länger als bei vergleichbaren Modellen aus den USA. Dies dürfte auch auf den mehrstufigen Aufbau des Modells zurückzuführen sein, wo die Anfragen auf thematisch spezialisierte Untersysteme verteilt werden. Es wird auch oft angeführt, dass in einem sehr dynamischen Markt der Vergleich von DeepSeek R1 und ChatGPT nicht richtig ist, da auch OpenAI, Google und Meta neuere, schlankere Plattformen in ihrer Entwicklung haben. So hat OpenAI gerade o3-mini vorgestellt, eine sparsame, schnelle Basisversion seines Modells, die primär darauf ausgelegt ist, komplexere Probleme zu lösen. O3-mini liefert nach ersten Tests qualitativ ähnlich gute Ergebnisse wie DeepSeek R1, ist aber deutlich schneller. Die größten Bedenken beziehen sich jedoch auf die ungenügende Datensicherheit von DeepSeek. Sämtliche Nutzerdaten werden in China gespeichert. Die Wahrscheinlichkeit, dass chinesische Behörden diese Daten auswerten und nutzen ist sehr hoch. Darüber hinaus unterliegen die Antworten von R1 offensichtlich der chinesischen Zensur, was sich leicht mit kritischen Fragen an das Modell zur chinesischen Regierung oder der jüngsten chinesischen Geschichte beweisen lässt. Auch hat sich DeepSeek in entsprechenden Tests als extrem anfällig für sogenannte „Jailbreaks“ erwiesen. Das sind Fragen, die das System aus Sicherheitsgründen gar nicht beantworten dürfte, wie zum Beispiel die Anleitung zum Bau einer Bombe. Wenn DeepSeek auch die KI-Welt nicht auf den Kopf stellt und die unmittelbaren Anwendungen von R1 aufgrund der oben aufgeführten Bedenken eher beschränkt sein dürften, so hat die Vorgehensweise des DeepSeek-Teams doch sicher einen wichtigen Einfluss auf die weitere Entwicklung des KI-Marktes. So werden die von DeepSeek genutzten Techniken bei der Weiterentwicklung von KI-Modellen verstärkt genutzt werden, um sie effizienter und ressourcenschonender zu machen. Dies sind beispielsweise: „Reinforced Learning“ = Bestärktes Lernen. Das Modell findet über ein ausgeklügeltes Belohnungssystem die richtigen Antworten und nicht durch die Auswahl und Optimierung von vorher überprüften Eingaben („Supervised Learning“). Quelle: schematische Darstellung APUS Capital GmbH „Mixture of Experts“ = MoE. Nur die für die spezielle Fragestellung notwendigen Teile des KI-Modells werden genutzt, was erhebliche Einsparungen an Rechenleistung und damit Energieeinsparungen bringt. Quelle: APUS Capital GmbH / IBM „Multi-Head Latent Attention“ = MLA. Das Modell fokussiert sich ähnlich wie beim MP3-Format in der Musik nur auf die relevanten Daten und braucht daher deutlich weniger Speicherplatz, was ein schnelleres Trainieren und auch zum Teil schnellere Antworten ermöglicht. Diese primär in den USA entwickelten Methoden waren zwar auch schon vorher bekannt, wurden aber von DeepSeek nun optimal eingesetzt. Generell könnte der verstärkte Gebrauch dieser Techniken dazu führen, dass der durch den KI-Ausbau erwartete massive Anstieg des Stromverbrauchs, insbesondere durch das Anlernen der KI-Modelle, geringer als befürchtet ausfällt. Auch dürfte DeepSeek die Entwicklung kleiner KI-Modelle, die nur für spezielle Anwendungen ihren Einsatz finden, beschleunigen. Insbesondere im Unternehmensbereich könnte es in einigen Jahren unzählige Varianten solcher Modelle (z. B. für den Einkauf, die Produktionssteuerung, die Logistik das Personalmanagement) geben. Große Softwareunternehmen wie SAP sind in diesen Anwendungsbereichen sehr aktiv und sehen hier ein erhebliches Wachstumspotential. Das Thema „Edge AI“, also die Nutzung von künstlicher Intelligenz auf Laptops, PCs, Smartphones, aber auch im Auto oder in Maschinen sollte ebenfalls durch DeepSeek einen deutlichen Schub erhalten. Hierfür braucht man Modelle, die mit geringen Computerressourcen auskommen und möglichst wenig Strom verbrauchen. Eine einfache Version von DeepSeek R1 („Distill-Qwen“) kann zum Beispiel auf leistungsfähigen PCs betrieben werden. Angetrieben hiervon dürften viele weitere Innovationen für den Einsatz am „Rande der großen Netzwerke“ zu erwarten sein. Für uns hat DeepSeek zunächst zwei Implikationen. Die Erste ist relativ offensichtlich, während die Zweite etwas versteckter erscheint: Erstens dürfte sich der KI-Markt insgesamt durch DeepSeek mehr vom Training der Modelle (bisher noch 80% der Investments) stärker auf den Antwortteil verlagern. Die dafür benötigte Hardware und die Halbleiter sind im Durchschnitt einfacher und billiger. Dafür dürften aber die Stückzahlen deutlich ansteigen. Nach Einschätzung des auf Halbleiter spezialisierten Forschungsinstitutes Yole sollte der Markt für Computerprozessoren durch DeepSeek eher schneller als langsamer wachsen. Hier könnte das aus der Ökonomie bekannte „Jevon-Paradoxon“ zum Tragen kommen: „Die effizientere Nutzung eines Rohstoffes führt nicht zu einem geringeren, sondern aufgrund des niedrigeren Preises und der damit möglichen neuen Anwendungen zu einem höheren Verbrauch eines Rohstoffes“. Ähnlich sieht es auch Arvind Krishna, der CEO von IBM. Gefragt nach den Auswirkungen von DeepSeek, hat er geantwortet: „Wir werden sehen, dass der Einsatz von KI explodieren wird, wenn die Kosten sinken.“ Dafür sprechen auch die deutlich steigenden Investitionen großer Technologiefirmen in ihre KI-Entwicklung, aber auch die jüngsten KI-Pläne einzelner Staaten, wie z. B. der USA: 500 Mrd. USD in das Stargate Projekt; Frankreich: 109 Mrd. € in die eigene KI-Entwicklung. Die zeitweiligen Panikverkäufe von AI-relevanten Aktien erscheinen damit nachträglich betrachtet übertrieben. Da es sich bei der KI jedoch um eine komplexe, sich sehr dynamisch verändernde, von außen nur schwer zu verstehende Technologie handelt, könnten viele Anleger zunächst noch abwartend an der Seitenlinie bleiben. Wir haben daher unser Gewicht in vom KI-Bereich profitierenden Halbleiteraktien vorübergehend etwas reduziert. Auf mittlere bis längere Sicht bleibt KI aber ein entscheidender Treiber für wirtschaftliches Wachstum und damit ein Fokusbereich unserer Investments. Es gibt jedoch aus unserer Sicht eine zweite Implikation, die bislang zumindest in der Presse kaum Beachtung fand: DeepSeek ist nämlich auch der Beweis, dass der Vorsprung der USA beim Thema KI nicht so uneinholbar groß ist, wie er zeitweise erschien. Auch mit kleineren Budgets, geringerem Energieverbrauch und etwas älteren Prozessoren hat man eine Chance. Das macht auch Mut für Europa im KI-Rennen, das nicht über ähnlich hohe Energiereserven und finanzielle Möglichkeiten wie die USA bzw. deren Tech-Riesen verfügt. Mit unseren Ausführungen zu den im Mittelpunkt der aktuellen Börsendiskussion stehenden Themen, möchten wir durchaus nicht alles, was auf den ersten Blick als große Bedrohung wahrgenommen wird, schönreden. Uns geht es vielmehr darum, aufzuzeigen, wie vielschichtig die Dinge sind und dass vieles oft nicht so bedrohlich ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Auch wollten wir sie hiermit an unseren internen Überlegungen, Recherchen und Diskussionen über Themen, die die Märkte bewegen, teilhaben lassen. Als Schlussfolgerung darf man auch nach den Ereignissen der letzten Wochen sicher mit einem gewissen Optimismus nach vorne blicken. Hierzu gehört auch die Zuversicht ober besser sogar unsere Überzeugung, dass die großen gesellschaftlichen und insbesondere technologischen Trends uns auch in Zukunft erhebliche Chancen an den Aktienmärkten eröffnen werden. Mit besten Grüßen von den Mauerseglern aus Frankfurt! Jürgen Kaup, Stefan Meyer, Johannes Ries, Uwe Schupp, Dr. Roland Seibt und Heinz-Gerd Vinken Disclaimer: Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Kundeninformation („KI“) im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes, die „KI“ richtet sich an natürliche und juristische Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt/Sitz in Deutschland und wird ausschließlich zu Informationszwecken eingesetzt. Diese „KI“ kann eine individuelle anlage- und anlegergerechte Beratung nicht ersetzen und begründet weder einen Vertrag noch irgendeine anderweitige Verpflichtung. Ferner stellen die Inhalte weder eine Anlageberatung, eine individuelle Anlageempfehlung, eine Einladung zur Zeichnung von Wertpapieren oder eine Willenserklärung oder Aufforderung zum Vertragsschluss über ein Geschäft in Finanzinstrumenten dar. Auch wurde sie nicht mit der Absicht verfasst, einen rechtlichen oder steuerlichen Rat zu geben. Die steuerliche Behandlung von Transaktionen ist von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden abhängig und evtl. künftigen Änderungen unterworfen. Die individuellen Verhältnisse des Empfängers (u.a. die wirtschaftliche und finanzielle Situation) wurden im Rahmen der Erstellung der „KI“ nicht berücksichtigt. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Empfehlungen und Prognosen stellen unverbindliche Werturteile über zukünftiges Geschehen dar, sie können sich daher bzgl. der zukünftigen Entwicklung eines Produkts als unzutreffend erweisen. Die aufgeführten Informationen beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung dieser „KI“, eine Garantie für die Aktualität und fortgeltende Richtigkeit kann nicht übernommen werden. Eine Anlage in erwähnte Finanzinstrumente/Anlagestrategie/Wertpapierdienstleistungen beinhaltet gewisse produktspezifische Risiken – z.B. Markt- oder Branchenrisiken, das Währungs-, Ausfall-, Liquiditäts-, Zins- und Bonitätsrisiko – und ist nicht für alle Anleger geeignet. Daher sollten mögliche Interessenten eine Investitionsentscheidung erst nach einem ausführlichen Anlageberatungsgespräch durch einen registrierten Anlageberater und nach Konsultation aller zur Verfügung stehenden Informationsquellen treffen. Zur weiteren Information finden Sie kostenlos hier das Basisinformationsblatt (PRIIPs) und den Wertpapierprospekt https:// www.hansainvest.com/deutsch/fondswelt/fondsdetails.html?fondsid=655 respektive in https://www.hansainvest.com/deutsch/fondswelt/fondsdetails.html?fondsid=141 . Die Informationen werden Ihnen in deutscher Sprache zur Verfügung gestellt. Eine Zusammenfassung Ihrer Anlegerrechte in deutscher Sprache finden Sie in digitaler Form auf folgender Internetseite: https://www.hansainvest.com/deutsch/fondswelt/compliance/zusammenfassung-der-anlegerrechte.html . Im Falle etwaiger Rechtsstreitigkeiten finden Sie unter folgendem Hyperlink eine Übersicht aller Instrumente, der kollektiven Rechtsdurchsetzung auf nationaler und Unionsebene: https://www.hansainvest.com/deutsch/fondswelt/compliance/zusammenfassung-der-anlegerrechte.html . Die Verwaltungsgesellschaft des beworbenen Finanzinstrumentes kann beschließen, Vorkehrungen, die sie für den Vertrieb der Anteile des Finanzinstrumentes getroffen haben, aufzuheben oder den Vertrieb gänzlich zu widerrufen. Mit dem Erwerb von Fondsanteilen werden Anteile an einem Investmentvermögen erworben, nicht an dessen Vermögensgegenständen. Die vom Fonds gezahlten Gebühren und Kosten verringern die Rendite einer Anlage. Bestimmte vom Fonds gehaltene Wertpapiere und Barmittel können in GBP, USD, SEK, DKK, NOK und CHF berechnet werden. Wechselkursschwankungen können die Rendite einer Anlage sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Der vorstehende Inhalt gibt ausschließlich die Meinungen des Verfassers wieder, eine Änderung dieser Meinung ist jederzeit möglich, ohne dass es publiziert wird. Die vorliegende „KI“ ist urheberrechtlich geschützt, jede Vervielfältigung und die gewerbliche Verwendung sind nicht gestattet. Datum: 27. September 2023 Herausgeber: APUS Capital GmbH | Gutleutstraße 5 | 60329 Frankfurt am Main handelnd als vertraglich gebundener Vermittler (§ 3 Abs. 2 WpIG) im Auftrag, im Namen, für Rechnung und unter der Haftung des verantwortlichen Haftungsträgers BN & Partners Capital AG, Steinstraße 33, 50374 Erftstadt. Die BN & Partners Capital AG besitzt für die Erbringung der Anlageberatung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG und der Anlagevermittlung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG eine entsprechende Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gemäß § 15 WpIG.
- *Generative KI* Künstliche Intelligenz – Wird sie die Welt wirklich verändern?
Ein Beitrag von BlackPoint Asset Management GmbH Nachzulesen unter: https://www.blackpoint-am.com/facts-8/facts_2024_q2.pdf Schnelle Fortschritte in der generativen Künstlichen Intelligenz (Gen KI) bieten ein enormes Potenzial, Produktionsprozesse zu revolutionieren und das Produktivitätswachstum erheblich zu steigern. Gen KI hat die Fähigkeit, die Verfügbarkeit und Nutzung von Informationen grundlegend zu verändern. Diese transformative Dynamik ist vor allem im privaten Sektor bereits spürbar. Der öffentliche Sektor profitiert derzeit hauptsächlich von höheren Steuereinnahmen, wird aber zukünftig effzientere Dienstleistungen in verschiedenen Bereichen wie Gesundheitswesen, Bildung und Verwaltung erbringen. Trotz ihres großen Potenzials bringt die Gen KI auch erhebliche Herausforderungen mit sich. Im Gegensatz zu früheren disruptiven Technologien wie der Dampfmaschine, Elektrizität und Personal Computern zeichnet sich die Gen KI durch ihr schnelles Verbreitungspotenzial aus. Das immense Ausmaß und die Geschwindigkeit dieser Transformation stellen erhebliche Risiken für die Arbeitsmärkte dar. Während Automatisierung und Roboter bereits Arbeitsplätze mit niedrigen und mittleren Qualifikationen, die routinemäßige Aufgaben umfassen, verdrängt haben, ermöglicht Gen KI eine fortschrittlichere Automatisierung, die potenziell zu Arbeitsplatzverlusten in kognitiven Berufen führen könnte. Dies könnte zur Folge haben, dass der Anteil der Arbeitseinkommen am Nationaleinkommen weiter sinkt und die Einkommens- und Vermögensungleichheit zunimmt. Zudem könnten dominante Unternehmen in immer stärker konzentrierten Märkten ihre Marktmacht weiter ausbauen und Monopolgewinne erzielen. Trotzdem sind sich die Ökonomen mehrheitlich einig, dass die generative KI langfristig zu deutlichen Wachstumssteigerungen der globalen Volkswirtschaften führen wird. Gemäß den Schätzungen von Goldman Sachs wird der durch KI bedingte Schub den rückläufigen Produktivitätstrend in den meisten Volkswirtschaften in den nächsten zehn Jahren deutlich übertreffen und einen Wachstumsanstieg von 0,4 Prozentpunkten in den USA, 0,3 Prozentpunkten im Durchschnitt in anderen Industrieländern und 0,2 Prozentpunkten im Durchschnitt in fortschrittlichen Schwellenländern herbeiführen. In den übrigen Schwellenländern wird der Effekt geringer ausfallen, da die Einführung verzögert ist und die KI-Exposition geringer ausfällt. Hier wird das Wachstum voraussichtlich unverändert bleiben. Vor 2027 wird in keinem Land ein KI-induziertes Wachstum von mehr als 0,1 Prozentpunkten erwartet. Daher bleiben die Prognosen für die USA bis mindestens 2027 und für andere Volkswirtschaften bis 2028 unverändert. In einem Land wie Japan, das einerseits mit Überalterung kämpft, andererseits Digitalisierung und Automatisierung in der Wirtschaft forciert, könnte der Anteil des KI-impliziten Wachstums am Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei über 30% liegen. Schätzungen für Europa, das sich zumindest demografisch in einer ähnlichen Situation befindet, sehen im Jahr 2034 einen KI-induzierten Anteil von ca. 27% am BIP. Die Entwicklung leistungsfähiger KI könnte zu den bedeutendsten makroökonomischen Ereignissen des 21. Jahrhunderts gehören, mit wichtigen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Finanzmarktrenditen und langfristigen Zinssätze. Generative KI könnte somit der globale Wachstumstreiber für viele Jahre sein. Technologieunternehmen waren sicherlich die ersten Profiteure der KI-Einführung für den breiteren Markt. Mittlerweile verzichtet kaum eine Geschäftsstrategie auf die Nennung von KI als Katalysator für zukünftige Erfolge. Dies betrifft nicht nur die IT- und Kommunikationssektoren, sondern auch Industrie-, Konsumgüter-, Finanz- und Gesundheitsunternehmen, bei denen KI-Anwendungen letztlich Effizienzsteigerungen bewirken könnten. Die ökonomische Macht, die vor allem amerikanische Technologieunternehmen bereits heute verkörpern, zeigt folgende Studie (Abbildung 1). Wir untersuchten die 2.900 wichtigsten Unternehmen der Welt, allesamt Mitglieder im MSCI All Country Index (ACWI), auf ihre Profitabilität. Als proprietäre Maßzahl verwendeten wir einen bereinigten Unternehmensgewinn, der den tatsächlichen Wert repräsentiert, den ein Unternehmen innerhalb eines Jahres erwirtschaftet. Vereinfacht ausgedrückt, wird mittels eines Diskontierungsmodells der heutige Wert der Differenz zwischen Kapitalrendite und Kapitalkosten ermittelt. Die Ergebnisse verblüffen: Die zehn profitabelsten Unternehmen der Welt verdienen 43% der gesamten bereinigten Unternehmensgewinne und damit nahezu so viel wie die übrigen ca. 2.870 Titel im ACWI. Von den zehn Unternehmen stammen neun aus den USA und sieben sind im Technologiebereich tätig. Erweitert man die Analyse auf die 50 profitabelsten Unternehmen (nicht abgebildet), so vereinigen diese bereits 82% der Gesamtgewinne und 40 Titel sind amerikanischen Ursprungs. Eindrucksvoller lässt sich die Vormachtstellung der USA und deren ökonomische Potenz kaum darstellen. Die Weltwirtschaft steht am Beginn einer neuen Ära: der 5. industriellen Revolution. Diese wird maßgeblich durch die Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz (KI) geprägt, insbesondere durch die Generative KI. Wir denken, diese Revolution wird in drei Phasen voranschreiten (Abbildung 2). In unserer Portfoliostrategie müssen wir die Evolution der Künstlichen Intelligenz, die möglicherweise das Potenzial besitzt, eine industrielle Revolution einzuläuten, angemes- sen berücksichtigen. Unsere Prämisse, hauptsächlich in etablierte Unternehmen zu inve- stieren, die verlässliche Cash-Erträge generieren und damit hohe Kapitalrenditen erzie- len, bleibt unverändert im Vordergrund. Mit der anhaltenden Aktienrallye im Technologie- sektor rückt die Diskussion über Bewertungen dabei immer mehr in den Fokus. Die mei- sten Titel der Phase I (KI-Infrastruktur) haben aufgrund des Optimismus hinsichtlich Künstlicher Intelligenz eine Bewertungssteigerung erfahren, aber die Anpassungen der Gewinnprognosen variierten stark. Wir engagieren uns aktuell in mehrere Titel aus dem Phase-I-Bereich (ASML, Super Micro, CrowdStrike etc.). Ein Segment, dem wir sehr früh unsere Aufmerksamkeit schenkten, ist die zweite Phase der KI-Adoption, in der Unternehmen erfolgreich sind, die ihre Tools anderen Unterneh- men anbieten und diesen somit die Nutzung von KI ermöglichen. Mit Microsoft und Alphabet setzen wir beispielsweise auf zwei Schlüsselunternehmen, die sowohl in Phase I als auch in Phase II ihre marktbeherrschenden Positionen festigten und in Phase III durch Produktivitätssteigerungen weiter ausbauen werden. Mit Blick auf das gewaltige Wachstumspotenzial, das generative KI in Aussicht stellt, legen wir innerhalb unserer Portfoliostrategie den Schwerpunkt auf die dritte Phase. Bei der Selektion von Titeln für den BlackPoint Evolution Fund spielt die Anpassungsfähigkeit der Unternehmen eine große Rolle. Die KI wird sich in Branchen konzentrieren, die die Technologie zur Verbesserung der eigenen Produktivität nutzen können. Im Vordergrund steht die Steigerung der Arbeitsproduktivität durch KI-Automatisierung. Ausgangsbasis für unser akzentuiertes Engagement im Pharmasektor sind zum einen die stabilen Kapitalrenditen, zum anderen die Erwartung, dass führende Pharmaunterneh- men wie Pfizer, Roche, Merck, Novo Nordisk und Johnson & Johnson die KI nutzen werden, um ihre Effizienz zu steigern, Kosten zu senken und Innovationen voranzutreiben. Die Integration von KI-Technologien in Forschung, Entwicklung, Diagnostik und Produktion hat bereits erhebliche positive Auswirkungen gezeigt und wird die Zukunft der Pharmain- dustrie nachhaltig prägen. Unternehmen, die diese Technologien frühzeitig und effektiv einsetzen, positionieren sich als Vorreiter in einer zunehmend digitalisierten und datenge- triebenen Branche. Roche benötigt nach eigenen Angaben im Durchschnitt 9,2 Jahre für die Entwicklung eines neuen Medikaments. Die KI wird diesen Zeitraum um mindestens 18 Monate verkürzen. Auch die gewaltigen Kosten von durchschnittlich 5 Milliarden Euro bis zur Einführung eines neuen Medikaments könnten durch die Nutzung der KI um 20% bis 50% reduziert werden. In unserem Portfolio investieren wir in Unternehmen, die in allen drei Phasen der KI- Revolution hervorragend positioniert sind. Eine ausgewogene Mischung aus Technologie- unternehmen und traditionellen, etablierten Unternehmen mit hoher Anpassungsfähig- keit bleibt für ein robustes und diversifiziertes Portfolio weiterhin unerlässlich. Bildnachweis: ©rado by firefly Wichtige Hinweise Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Information zur Werbung für ein Produkt (Werbemitteilung) der BlackPoint Asset Management GmbH („BlackPoint Asset Management“) und es darf ohne vorherige Erlaubnis weder reproduziert noch veröffentlicht werden. BlackPoint Asset Management ist ein unabhängiger Vermögensverwalter mit Sitz in 80539 München, Herrnstr. 44. Die Firma ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB262183 eingetragen und wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht beaufsichtigt. Die Werbemitteilung stellt keine Anlageberatung oder Anlageempfehlung dar und ersetzt keine rechtliche, steuerliche oder finanzielle Beratung. Die vorstehenden Angaben beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung dieser Werbemitteilung. Eine Garantie für die Aktualität und fortgeltende Richtigkeit kann daher nicht gegeben werden. Bei den Angaben handelt es sich um Vergangenheitsdaten, die keinen Indikator für zukünftige Entwicklungen darstellen. Der Kapitalwert und der Anlageertrag eines Investments in den BlackPoint Evolution Fund, einem Teilfonds des BlackPoint Umbrella-Fonds, werden ebenso Schwankungen unterliegen wie die Notierung der einzelnen Wertpapiere, in die der Fonds bzw. die jeweiligen Teilfonds investieren, so dass erworbene Anteile bei der Rückgabe sowohl mehr, als auch weniger wert sein können als zum Zeitpunkt der Anschaffung. Gesamtrisikoindikator (SRI): Der Fonds wurde auf einer Skala von 1 bis 7 in die Risikoklasse 3 eingestuft, wobei 3 einer mittelniedrigen Risikoklasse entspricht. Diese Einstufung beruht auf der Annahme, dass Sie den Fonds 5 Jahre halten. Ausführliche Hinweise zu Chancen und Risiken entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt. Weitere Informationen zu Anlegerrechten sind auf der Homepage der Verwaltungsgesellschaft ( www.ipconcept.com/ipc/ de/anlegerinformation.html) in deutscher Sprache einsehbar. Die Verwaltungsgesellschaft kann beschließen, die Vorkehrungen, die sie für den Vertrieb der Anteile ihrer Organismen für gemeinsame Anlagen getroffen hat, gemäß Artikel 93a der Richtlinie 2009/65/EG und Artikel 32a der Richtlinie 2011/61/EU aufzuheben. Die Grundlage für den Kauf bilden ausschließlich der Verkaufsprospekt mit dem Verwaltungsreglement, das Basisinformationsblatt (KID) sowie die Berichte. Eine aktuelle Version der vorgenannten Dokumente ist kostenlos in deutscher Sprache am Sitz der Verwaltungsgesellschaft IPConcept (Luxemburg) S.A., 4, rue Thomas Edison, L-1445 Strassen, Luxemburg, auf der Homepage ( www.ipconcept.com ), bei der DZ PRIVATBANK S.A., 4, rue Thomas Edison, L-1445 Strassen, Luxemburg, sowie der deutschen Vertriebsstelle BlackPoint Asset Management GmbH, Herrnstr. 44, 80539 München, erhältlich.
- Kann Technologie zukünftig Ärzte und Pflegekräfte ersetzen? - Ein Gedankenspiel der Möglichkeiten durch intelligente Systeme und Wearables
Die Gesundheitsbranche steht vor einer Revolution, angetrieben durch die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI). KI hat bereits bewiesen, dass sie die Diagnosegenauigkeit durch Mustererkennung in medizinischen Bildern verbessern kann. Maschinelles Lernen ermöglicht die Erstellung personalisierter Behandlungspläne basierend auf Patientendaten. Zudem unterstützen Chatbots und virtuelle Assistenten das Gesundheitspersonal bei der Patientenbetreuung und -kommunikation. Ein weiterer bedeutender Einflussfaktor sind Wearables, die persönliche Gesundheitsdaten tracken. Diese tragbaren Geräte, wie Fitness-Tracker und Smartwatches, erfassen kontinuierlich Vitaldaten wie Herzfrequenz, Schlafmuster und Aktivitätslevel. Die gesammelten Daten bieten wertvolle Einblicke in die Gesundheit der Nutzer und können zur Früherkennung von Krankheiten beitragen. Beispielsweise können Anomalien im Herzschlag frühzeitig erkannt werden, was zu schnelleren medizinischen Interventionen führt. Doch was wäre möglich, wenn es keine Einschränkungen wie Datenschutz oder ethische Kriterien gäbe? Stellen Sie sich eine Welt vor, in der KI und Wearables nahtlos integriert sind und eine umfassende Gesundheitsüberwachung ermöglichen. Jeder Mensch könnte rund um die Uhr von intelligenten Systemen überwacht werden, die sofort auf jede gesundheitliche Abweichung reagieren. KI könnte präzise Vorhersagen über zukünftige Gesundheitsprobleme treffen und präventive Maßnahmen empfehlen, bevor Symptome überhaupt auftreten. Wearables könnten nicht nur Daten erfassen, sondern auch direkt medizinische Eingriffe vornehmen, wie die Verabreichung von Medikamenten oder die Durchführung kleinerer Operationen. Diese Vision mag übertrieben erscheinen, doch sie zeigt das immense Potenzial von KI und Wearables in der Gesundheitsbranche. Während wir uns auf eine Zukunft zubewegen, in der Technologie eine immer größere Rolle spielt, bleibt es entscheidend, die Balance zwischen Innovation und ethischen Standards zu wahren. Es gibt einige interessante Fallstudien, die den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen beleuchten. Eine Fallstudie des Fraunhofer ISI beschreibt die App "Mika", die Krebspatienten digital begleitet. Die App bietet Informationen zur Erkrankung und empfiehlt Aktivitäten in den Bereichen Bewegung, Ernährung und psychologische Resilienz. Ein digitales Symptom-Tagebuch ermöglicht eine personalisierte Begleitung der Patienten. Die Universität Zürich hat eine Fallstudie zur Unterstützung von Tumorboards durch KI entwickelt. Diese hypothetische Fallstudie zeigt, wie KI-Systeme bei der Suche nach optimalen Therapien helfen und letztendlich Entscheidungen weitgehend autonom treffen könnten. Eine weitere Fallstudie befasst sich mit der KI-gestützten Patientenüberwachung. Diese Technologien revolutionieren das Gesundheitswesen, indem sie fortschrittliche Überwachungsstandards setzen und so bessere Patientenergebnisse und eine verbesserte Gesundheitsversorgung gewährleisten. Ein Gedankenexperiment: Angesichts des massiven Pflegekräftemangels in Deutschland könnten Robotik, KI und Technologie eine entscheidende Rolle spielen. Stellen Sie sich vor, Roboter übernehmen körperlich anstrengende Aufgaben wie das Heben und Umlagern von Patienten, während KI-Systeme die Verwaltung und Planung von Pflegeplänen optimieren. Intelligente Assistenzsysteme könnten Pflegekräfte bei der täglichen Arbeit unterstützen, indem sie Routineaufgaben automatisieren und so mehr Zeit für die direkte Patientenbetreuung schaffen. In einer idealen Welt könnten diese Technologien nicht nur den Pflegekräftemangel lindern, sondern auch die Qualität der Pflege erheblich verbessern. Die Möglichkeiten sind grenzenlos, und die Reise hat gerade erst begonnen. Beitrag und Bildmaterial erstellt mit Unterstützung von KI Quellen [1] Germany: Improving staffing and workforce availability in healthcare ... [2] The Lack of Nursing Personnel in Germany Continues to Worsen [3] Germany's Growing Demand for International Healthcare Workers [4] Germany: Country Health Profile 2023 - OECD [5] Germany: Country Health Profile 2023 | European Observatory on Health ... [6] State of Health in the EU Germany - World Health Organization [7] Nursing Shortage in Germany: Strategies to Close the Gap - CWC Recruitment [8] Nursing in crisis: Causes, legal framework and solutions for the ... [9] Transforming Healthcare Staffing: A Blueprint for Germany's Future - CW1 [10] Addressing the Skilled Labor Gap in Germany’s Healthcare Industry [11] https://doi.org/10.1787/21dd4679-en
- Die Trump‘sche Zeitenwende – Rückenwind für Europa - ein globaler Blick von APUS CAPITAL GmbH
Quelle: 123RF Egal mit wem man sich aktuell unterhält, die Vorgehensweise und Maßnahmen der neuen US-Regierung rufen viel Kopfschütteln, Unverständnis, aber auch Ängste hervor. Donald Trump und sein Team setzen im Eiltempo ihr im Wahlkampf propagiertes Regierungsprogramm um. Ihr rabiates Vorgehen schädigt dabei den weltweiten Ruf der USA als Verfechter von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Über Jahrzehnte gewachsene internationale Partnerschaften und Bündnisse werden aufgekündigt oder in Frage gestellt, Zölle massiv zur Durchsetzung eigener Interessen eingesetzt und diplomatische Verhaltensregeln über den Haufen geworfen. Hierbei ist die Kommunikation erratisch und oft widersprüchlich. Die Halbwertzeit mancher Aussagen ist nicht viel länger als ein Tag. Unzweifelhaft: Die USA haben sowohl politisch als auch wirtschaftlich eine Zeitenwende eingeläutet! Neben der Problematik, welche Reaktionen darauf seitens der bisherigen Verbündeten und Handelspartner nun angemessen und sinnvoll sind, treibt uns als Investoren natürlich die Frage um: Welche Auswirkungen wird das Vorgehen der US-Administration auf die Weltwirtschaft, einzelne Branchen und Unternehmen und damit auf die Kurse an den Börsen haben? Die Antwort ist nicht so eindeutig, wie sie auf den ersten Blick erscheint. Weniger Freihandel und ein durch Zölle ausgelöster Inflationsschub sind sicher negativ für die Weltwirtschaft und damit ebenso für die Finanzmärkte. Demgegenüber dürften die politisch getriebenen Investitionsprogramme in Verteidigung und Infrastruktur aber einen Konjunkturschub in Europa auslösen. Außerdem könnten sich die durch Trumps Zölle ausgelösten veränderten Handelsströme für Europa als vorteilhaft erweisen. Darüber hinaus führt der Druck von außen zu einem lange nicht gesehenen Zusammenrücken der europäischen Staaten. Man verfolgt wieder verstärkt gemeinsame Ziele, bricht verkrustete Strukturen auf und bringt wichtige Reformen schneller voran. Das Thema ist allerdings komplex. Die gegenseitigen wirtschaftlichen Abhängigkeiten wie auch die Unsicherheit über die weitere politische Entwicklung machen eine Prognose nicht einfach. Wir bei APUS sind zwar primär Einzelwertspezialisten und haben somit unseren Fokus auf die Potentiale einzelner Aktien. Die Geopolitik verändert jedoch aktuell auf dramatische Weise die Rahmenbedingungen für unsere Unternehmen. Der politische Einfluss auf die Aktienmärkte ist so groß wie lange nicht mehr. Wir möchten daher im Folgenden versuchen, die Auswirkungen der Trump‘schen Politik für die Weltwirtschaft, auf Europa und einzelne Sektoren zu analysieren. Starten wir mit der Handelspolitik der neuen US-Regierung: Was Donald Trump und sein Team dort mit großer Dynamik vorantreiben, ist für uns als neutrale Beobachter und Verfechter des Freihandels nur schwer zu verstehen. Ob allerdings ihre Zollpolitik, deren Hauptziel der Abbau des Handelsdefizits der USA ist, so negativ zu sehen ist, wie es von vielen Beobachtern getan wird, bezweifeln wir. Trump wie auch seine rechte Hand Elon Musk agieren so, wie sie ihre Unternehmen führen. Die angedrohten Zölle sind ein Druckmittel, um Staaten zu bewegen, auf Forderungen der USA auf anderen Gebieten einzugehen. Hat man dort sein Ziel erreicht, wird die Zollschraube wieder gelockert. So ist es zum Beispiel ein großes Ziel der Trump-Administration, das ausufernde Drogenproblem in den Griff zu bekommen. Allein 2023 starben 107.000 Menschen in den USA an Drogenmissbrauch. Die synthetische Droge Fentanyl ist inzwischen die häufigste Todesursache für Amerikaner zwischen 18 und 49 Jahren! Quelle: National Center for Health Statistics – *Berechnungsmethodik siehe Daten CDC Center for Disease Control and Prevention Die Zolldrohungen gegenüber Mexiko und Kanada haben unter anderem das Ziel, das Einschleusen der Drogen in die USA zu verhindern. Erste Signale in diese Richtung haben zeitweise zur Aufschiebung der Zölle geführt. Dieses Vorgehen der US-Regierung hat zwar den Beigeschmack der Erpressung und hat mit den klassischen Spielregeln der Diplomatie nur wenig zu tun. Die Strategie funktioniert aber offensichtlich und kann durchaus positive Effekte wie einen abnehmenden Drogenkonsum haben. Ein weiterer Aspekt ist, dass es für Zölle ein wichtiges Korrektiv gibt: Die Wechselkurse! Höhere US-Zölle lassen die Nachfrage nach US-Dollars steigen, womit die amerikanische Währung gegenüber den mit Zöllen belasteten Staaten aufwertet. Bereits während der ersten Amtszeit von Donald Trump wurde die Wirkung seiner Zollmaßnahmen auf diesem Weg größtenteils konterkariert. Zwar mussten die Importeure Zölle bezahlen, ihre Waren verloren aber durch die Abwertung ihrer Währung gegen den US-Dollar nicht an Wettbewerbsfähigkeit. Quelle: Infront Vor diesem Hintergrund erscheint auch die Gefahr von steigenden amerikanischen Zinsen durch eine zollbedingte Inflationsbeschleunigung eher unwahrscheinlich. Sollte es dennoch zu einer höheren Geldentwertung aufgrund der Zölle kommen, dürfte die amerikanische Notenbank wohl eher nicht darauf reagieren, weil es sich hierbei um einen einmaligen Effekt und keine dauerhafte nachfragebedingte Geldentwertung handelt. Im Gegenteil: Die Verunsicherung der Verbraucher und Unternehmen durch die Politik der US-Regierung könnte die bisher stabile US-Wirtschaft in eine Rezession abgleiten lassen. Genau diese Befürchtung wird aktuell an der amerikanischen Aktienbörse (man spricht schon von der „Trumpcession“) eingepreist. Eine deutliche Wirtschaftsabschwächung würde allerdings neuen Zinssenkungsspielraum für die amerikanische Notenbank eröffnen, was nach vorne gesehen ein Stimulus für die Aktienmärkte sein sollte. Die Frage ist natürlich auch, welche Implikationen ergeben sich aus einem möglichen Handelskonflikt mit den USA für Europa? Zunächst einmal scheinen die wichtigen Handelspartner der USA (Mexiko, Kanada, China) im Fokus der US-Zollpolitik zu stehen. Trump könnte sich aber genauso verstärkt gegen Europa wenden – die Zölle auf Stahl und Aluminium sind hier ein erster Vorgeschmack. Dies würde aber – wie oben dargestellt – zu einem tendenziell schwächeren Euro mit positiven Effekten für die Exportwirtschaft führen. Darüber hinaus könnten Länder wie Kanada oder China stärker europäische Waren nachfragen, da sie politisch motiviert weniger aus den USA beziehen wollen. So hat die kanadische Provinz Quebec nach den Zollankündigungen der USA beschlossen, vorerst keine amerikanischen Unternehmen mehr bei öffentlichen Ausschreibungen zu berücksichtigen. Fairerweise muss man allerdings als möglichen Gegeneffekt berücksichtigen, dass zum Beispiel chinesische Unternehmen versuchen könnten, die nicht mehr in den USA absetzbaren Waren mit Preisnachlässen in Europa zu verkaufen. Für Europa noch bedeutender sind jedoch die durch die veränderte Sicherheitspolitik der Trump-Regierung ausgelösten großen Investitionen der europäischen Staaten in Verteidigung und teilweise auch in die Infrastruktur. Hier sticht das 500 Mrd. € schwere Investitionspaket der angehenden neuen Bundesregierung hervor. Andere Staaten werden nachziehen. Um die sicherheitspolitisch notwendigen Investitionen in die Verteidigungsfähigkeit nach dem „Rearm Europe“-Plan auf breiter Front zu ermöglichen, wurde auf dem jüngsten EU-Gipfel beschlossen, die Schuldenregeln in der EU zu lockern. Zudem wird die EU Kredite in Höhe von 150 Mrd. € an ihre Mitgliedsländer geben. Dies zusammen soll einen Spielraum von 800 Mrd. € für zusätzliche Verteidigungsausgaben in den kommenden vier Jahren eröffnen. Zwar ist hier noch die eine oder andere politische Hürde zu nehmen, wie die aktuelle Entwicklung beim Thema Schuldenbremse in Deutschland zeigt. Der Handlungsdruck durch die verminderte militärische Rückendeckung der USA und die potentielle Bedrohung durch Russland ist aber groß. Die Investitionspläne werden daher wohl umgesetzt werden. Sicher gibt es edlere und bessere Ziele als öffentliche Gelder hierfür auszugeben. Europa muss sich aber, so traurig es ist, der veränderten Realität stellen. Die europaweit dramatisch steigenden Verteidigungsausgaben und die zusätzlich in Deutschland durch die neue Regierung geplanten Investitionen in die Infrastruktur dürften sich als bedeutendes Konjunkturprogramm erweisen. Nach ersten Schätzungen sollten Deutschland und die EU wieder ein 2%iges Wachstum des Sozialproduktes erreichen, mit eventuell noch merklich höheren Zuwachsraten in 2026 und 2027. Die relative Attraktivität Europas als Investmentziel für US-Investoren könnte daher zunehmen, zumal eine merkliche Abschwächung der US-Wirtschaft wahrscheinlicher wird. Der schon zuletzt zu beobachtende Zufluss internationaler Gelder in die EU könnte sich somit weiter beschleunigen. Dementgegen könnte man einen auf den ersten Blick negativen Aspekt für die europäische Wirtschaft und die Aktienmärkte anführen: Die Auswirkungen der zusätzlichen öffentlichen Investitionen auf die Zinsen! Die Befürchtung ist, dass die deutlich steigende Kreditnachfrage der öffentlichen Hände nur mit merklich höheren Zinssätzen befriedigt werden kann, ähnlich wie man es nach der Wiedervereinigung in Deutschland Anfang der 90er Jahre gesehen hat. Dies könnte wiederum die Investitions- und Bautätigkeit im privaten Bereich belasten und den Wachstumseffekt der hohen Verteidigungsausgaben deutlich verringern. Sollte es zu einem bleibenden Anstieg der langfristigen Zinsen kommen, würde dies wiederum den Euro erstarken lassen. Dies hätte preissenkende und damit deflationäre Wirkungen bei den Importen und würde den Zinsdruck wieder abmildern. Auch könnten relativ zu den USA höhere Zinssätze und die Chance auf Währungsgewinne steigendes Interesse ausländischer Investoren an europäischen Staatsanleihen nach sich ziehen. Mögliche durch die US-Zölle getriebene preisaggressive chinesische Importe in die EU könnten ebenfalls den Inflations- und somit den Zinsdruck abmildern. Ein weiteres Ziel, das die neue amerikanische Regierung verfolgt, ist zudem der Abbau von Bürokratie. Dass man hierbei mit der „Holzhammer-Methode“ vorgeht, ganze Bereiche der öffentlichen Verwaltung ins Chaos stürzt und gleichzeitig quasi als „Nebeneffekt“ noch versucht, politische Gegner auszuschalten, ist sicher mehr als fragwürdig. Sollte es durch diese Radikalkur aber zu deutlichen Kosteneinsparungen und positiven Effekten für die US-Wirtschaft kommen, wird der Druck auf die EU und ihre Mitgliedsländer zunehmen, das Thema der überbordenden Bürokratie ernsthaft anzugehen. Nachdem viele europäische Unternehmen die ständig zunehmenden regulatorischen Vorgaben als größte Belastung für ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit sehen, könnte ein merklicher Bürokratieabbau erhebliche Wachstumsimpulse auslösen. Die durch die Trump-Administration politisch und wirtschaftlich auf beiden Seiten des Atlantiks ausgelöste Konfusion könnte sich am Ende für Europa und damit ebenso für die europäischen Finanzmärkte erstaunlicherweise als positiv erweisen. Hierzu wäre e s aber sicher gut, wenn langsam etwas Ruhe einkehren würde und die Investoren wieder ein etwas stabileres Bild der Rahmenbedingungen hätten. Prinzipiell sind wir aber optimistisch, dass die jüngsten Ereignisse die europäische Wirtschaft eher stärken werden. Internationale Anleger dürften daher wieder vermehrt auf europäische Aktien schauen. In diesem Umfeld sollte besonders die im Vergleich zu den US-Märkten deutlich günstigere absolute Bewertung europäischer Aktien Beachtung finden. Aus diesem Grund könnten US-Unternehmen wieder verstärkt auf dem alten Kontinent nach attraktiven Übernahmezielen Ausschau halten. Sollte es Trump zudem tatsächlich gelingen, eine für alle Seiten einigermaßen akzeptable Friedensinitiative für die Ukraine auf den Weg zu bringen, würde dies das Interesse an europäischen Aktien nochmals verstärken. Erste Anzeichen einer relativen Outperformance der europäischen gegenüber den US-Börsen – ein lange nicht gesehenes Phänomen – haben wir in den letzten Wochen schon beobachten können. Hiervon haben zwar zunächst Sektoren wie Banken und Versicherungen, zyklische Industriewerte, Bauunternehmen aber auch kleinere Value Aktien profitiert. In diesen Sektoren sind wir bei APUS mit unserem auf Wachstum und Innovation orientierten Ansatz überhaupt nicht oder eher geringfügig investiert. Wir haben wohl vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse schon eher konjunkturneutrale Gesundheitstitel in attraktive, nun mit besseren Wachstumsperspektiven ausgestattete Industriewerte getauscht. Unsere innovativen und vielfach kleineren Technologieaktien haben aber dem Aufschwung des Gesamtmarktes bisher nur bedingt folgen können – sicher auch eine indirekte Auswirkung der aktuellen Schwäche des amerikanischen Technologiesektors. Da viele der politischen Ziele wie zum Beispiel eine verbesserte Infrastruktur (Bsp. Smart Cities) oder der Bürokratieabbau nur mit einem verstärkten Einsatz neuer Technologien erreicht werden können, sind wir aber überzeugt, dass besonders unsere Wachstumswerte noch vom möglichen Aufschwung an den europäischen Börsen profitieren werden. Denn: Große technologische Trends werden von politischen Ereignissen nur überlagert, aber niemals aufgehalten!














